Es war recht spät, die Detektivin
saß erschöpft an ihrem Tisch,
denn sie hatte einen langen
Tag Beschattung hinter sich.
Der Mond schien schon, da ging ein Hauch
sachte durch die Vorderpforte.
Und sie sah, da stand ein Mann
dieser sprach die trocknen Worte:
„Bin ein Geist, drum ist es zwecklos,
mir die Hand zum Gruß zu geben.
Doch ich bitte kurz um Zeit,
denn ich muss mit Ihnen reden!“
Und die Frau schien zu erblassen,
doch die Stimme blieb gelassen.
„Alles was der Abend bringt,
freut mich, wenn die Kasse klingt.“
Nun, der der Gast schwob elegant
eine Handbreit überm Schemel
und er meinte kurzerhand
"Ich such' meinen Partner Emil.
Emil, ist so ein Phantom,
oder unsichtbarer Mann
und zusammen sind wir schon
ein ganz prächtiges Gespann."
Und die Frau frug das Gespenst:
„Sagt, wie seid ihr denn gestorben?
Denn das Geistsein haben Sie
sich doch irgendwie erworben?“
"Beide waren wir Halunken,
unsre Leidenschaft Juwelen,
und wir wollten, recht betrunken
einen Juwelier bestehlen.
Wurden auf der Tat ertappt,
jemand hat auf mich geschossen
und dabei ist dann leider dann
zu viel Blut aus mir geflossen."
„Alles wurde langsam schwarz
und doch konnt ich noch sehen,
wie die Polizisten grimmig
über meinem Körper stehen.
Als ich wieder aufgewacht,
da war ich schon ein Geist
und Emil war recht transparent,
wie das so schön heißt.“
„Was habt ihr denn danach gemacht?“
„Tja, Diebstahl wollten wir nicht mehr.
Und da haben wir gedacht,
wie’s mit der Spionage wär.
Wir gingen zum Geheimdienstchef,
der kippte freilich aus den Socken,
doch er ließ sich ziemlich schnell
von den Möglichkeiten locken.“
Nun, die Schulung war sehr lustig,
denn ich ging geschickt durch Wände
und der Emil infiltrierte
Treffen und stahl Dokumente.
Und dann warn wir echt überall,
in Bagdad, Belgrad, im Ural,
doch grade hier in Amsterdam
verlor ich diesen guten Mann."
Dienstag, 19. August 2025
Geisterkrimi
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen