Mittwoch, 24. Juni 2026

Das Mädchen ohne Hände (Brüder Grimm) gereimt

Einst vor vielen hundert Jahren,
kam der Teufel angefahren,
flog hoch oben durch die Lüfte,
über Felder und Gehöfte.
Eine Mühl' am Dorfesrand,
fand er wirklich int'ressant,
die, ein furchtbar schiefes Ding,
noch am letzten Nagel hing.
Wie er übern Dachfirst schaute,
stand ein Mädchen hinterm Hause,
hielt den Rock an seinem Saum,
pflückte Äpfel frisch vom Baum.

Doch der Müller war im Wald,
und da war der Teufel bald,
trat zu ihm als Handelsmann,
sprach "Was stellt ihr Euch so an?
Ist das Holz nicht schrecklich schwer?
Ich Weiß Bess'res, bittesehr!
Armut ist ein schweres Los,
Glück ist rar, die Sorgen groß.
Ihr seid reich, der Pakt besteht,
wenn Ihr mir die Sache gebt,
die bei eurem Hause ruht.
Schlagt schon ein, ein wenig Mut!“

'Ach, den Apfelbaum, ja freilich`,
sann der Müller und sprach eilig
"Klar, das gilt als abgemacht!"
Und der Händler hat gelacht.
"Nach drei Jahren komm ich wieder,
hol, was ich gekauft, mein Lieber."
Ohne Holz, in Windeseile
und aufs Äußerste gespannt,
kam der Müller eine Meile
heim zu seiner Frau gerannt.

„Sag mir, Mann, wie fließt der Reichtum
plötzlich hier durch unser Tor?
Klag ja nicht, doch meine Meinung
ist, das kommt mir spanisch vor.
Alle Kisten sind so voll,
niemand hat es hergebracht.
Wenn's ein Späßchen werden soll,
hab ich drüber nicht gelacht!"

Sprach die Frau, er daraufhin:
„Das ist von einem Fremden.
Obwohl ich mir nicht sicher bin,
was wir darauf verpfänden.
Was ich ihm versprochen hab,
das ruht da bei unserm Haus.
Ich dachte an den Apfelbaum
und darauf läufts hinaus.“

„Ach der Teufel wars bestimmt,
dem du sowas versprochen,
weil dieser Kauf zum Himmel stinkt,
ich hätts sofort gerochen!
Denn beim Hause ruht in Wahrheit
nämlich unser liebes Kind,
dem die Äuglein nach der Arbeit 
müde zugefallen sind.“
Doch die Not hat sie gedrückt, 
und Geld, das war willkommen.
Und so ward es, Stück für Stück
dankbar angenommen.

Die Tochter war ein Sonnenschein 
und eine fromme Seel‘,
und blieb die nächsten Jahre rein
und ohne jeden Fehl.
Alsbald war es an der Zeit 
und schon der Tag gekommen.
Das Mädchen hat im Büßerkleid
im Hofe Platz genommen.
Sie zog um sich den Teufelskreis,
um selbigen zu bannen.
Dann betete sie voller Fleiß
und ihre Tränen rannen.

Als der Kaufmann, früh am Tag,
nett gegrüßt das Müllerspaar,
sprach der Müller "Der Vertrag,
der ist wirklich sonderbar.
Wie willst unsern Apfelbaum
du auf deinen Karren bringen?
Wie ich's sehe wird das kaum,
ja, wenn überhaupt gelingen!"
„Soll ich dir den Schädel spalten?“,
rief der Mann, der so düpiert.
"Deinen Baum kannst du behalten!
Gebe her, was mir gebührt!

Führe mich zu deinem Spross!”
Donnernd wuchs er in die Höhe,
sicher dreizehn mal so groß,
nahm die Flügel von der Mühle.
"Das nur so als kleine Warnung,
dass du weißt, was dich erwartet.
Alles, Handel und auch Tarnung
war in Gänze abgekartet!”

Und der Müller, nun ein Zwerg,
wies den Riesen in den Hof.
“Ich sehe, du kommst zur Vernunft.
Na, dann legen wir mal los!”
Und der Riese griff das Kind,
darauf gab es einen Knall
und ein wilder Brausewind
bracht ihn hinterrücks zu Fall.

Alles hat dann kurz gebebt 
und der Riese hat sinniert
‚Das hab ich nicht oft erlebt,
dass mich jemand so pariert!‘
Als er sich dann aufgerappelt,
nahm er sich den Müller vor,
der in seiner Hand gezappelt
und sprach „Leih mir mal dein Ohr!

Diesen miesen Teufels-Bannkreis
will ich morgen nicht mehr sehen
sonst werd' ich, dass du Bescheid weißt,
mit dir Schlitten fahren gehen!
Und die Dirn ist viel zu sauber,
halt das Wasser fern von ihr!
Also kurz: kein fauler Zauber,
morgen bin ich wieder hier.“

Anderntags, da hat das Mägdlein
seine Hände nassgeweint.
Als der Fremde kam, samt Wäglein, 
fühlte er sich schnell geleimt.
„Müller, diese Hände sind 
mehr als deutlich reingewaschen!“
"Nein, da irrt ihr ganz bestimmt,
das würd' mich sonst überraschen.“

Abermals wollt da der Fremde,
gleich das Mädchen für sich haben 
doch dank ihren reinen Händen
musst‘ er diesen Wunsch begraben.
„Falls die Hände nicht verschwinden 
wenn ich komme, übermorgen,
wirst du dich dann wiederfinden 
vor der Hölle schwarzen Pforten!“

Ward's dem Vater angst, er bangte,
voll von zweierlei Entsetzen,
weil man klar von ihm verlangte
sterben oder zu verletzen.
Lange rang er mit sich selbst,
bis er flehte "Liebes Kind!
Wenn du jetzt dein Urteil fällst,

dass die Menschen böse sind,
ist's mir recht, doch hilf mir bitte
aus der großen, tiefen Not. 
Machen wir zwei schnelle Schnitte,
oder ich bin mausetot.“
“Vater, ich bin brav und artig,
bin dein eigen Fleisch und Blut.
Was auch immer du erwartest,
ist mir herzlich recht und gut.” 

Dann hob sie die zarten Glieder
und wie ein makabrer Scherz
fielen sie zu Boden nieder,
ohne Blut und ohne Schmerz.
Und der Müller, heftig zitternd,
warf sie in ein Kästelein.
und er floh, im Drecke schlitternd,
schloss sich in die Scheune ein.

Doch die Mutter nahm ihr Kind
und sie trug es in sein Zimmer,
in das Hochgeschoß geschwind
und blieb da bei Kerzenschimmer,
lang, bis tief noch in die Nacht,
lief zur Scheune dann hinaus,
führte langsam, mit Bedacht,
ihren Mann zurück ins Haus.

Nach zwei Tagen trat der Böse
ein mit einem roten Pelz.
Und er fragte ohne Grüße:
"Na, Herr Müller, wie verhält's
sich mit unsrer kleinen Maid?
Halte mich nicht lange hin,
denn ich habe wenig Zeit!"
Und der Müller sprach mit Grimm
„Ihr müsst dort nach oben steigen
da liegt unsere arme Kleine
und ihr könnt euch überzeugen:
Hände hat sie wirklich keine.“

Und der Teufel stieg nach oben,
dann war's still, dann kam ein Schrei,
und aus allen Ecken flogen
Säcke, Krüge und derlei,
die mit einem Male platzten,
Fenster schlugen, Türen knallten
und es kamen schwarze Katzen
deren schrille Klagen hallten.

„Wir verfluchen Euch!“, so riefen
Vögel, die das Haus umschwirrten
„Seid verflucht!“, so kams aus tiefen
Ritzen, die zum Keller führten.
Und dann kehrte Ruhe ein
und die Eltern schauten nach,
wie's dem armen Töchterlein
ging in seinem Schlafgemach.

Frisch, so wie der Morgentau,
saß sie da im Fensterlicht
und erzählte dann genau
was da war, aus ihrer Sicht.
„Ich hab, wie beim letzten Mal
meine Stümpfe nass geweint,
kam zu ihm, wie er befahl
und er fühlte sich geleimt,

schrie und blähte sich dann auf
und zerfiel in dreizehn Katzen.
Die ließ ich zur Tür hinaus
an der sie mit Eifer kratzten.
Vater, Mutter, einerlei,
wir wollen das vergessen!
Bringt meine Hände mir herbei
und danach lasst und essen.“

Die Mühle ward, vom Dach nach unten
sorgsam auf den Kopf gestellt.
Allerlei ward da gefunden,
aber Hände, weit gefehlt!
"Hab und Gut", so sprach der Vater,
hab ich nur durch dich gewonnen.

Deshalb lasse nicht vom Mut,
denn ich bin dir wohlgesonnen.
Sollst, mein liebes Töchterlein,
all dein Lebtag nichts mehr tun,
als von Herzen dich zu freu'n
und dich gründlich auszuruh'n.“

"Vater, du hast mich verkauft,
an den nächsten, ersten Fremden,
deshalb nehm' des Schicksals Lauf
ich aus euren alten Händen.
Sicher fühlen wird hier schwer
denn das ist nicht mehr mein Haus.
Ändern könnt ihr gar nichts mehr.
Vater, Mutter, ich zieh aus!“

Don Rico: Das Mädchen ohne Hände Teil 2 (Grimm/Schleich)

Das Mädchen ohne Hände Teil 6

Eine grimme Schädelschlange,
voller Drang und voller Zorn,
traf den Teufel nun im Gange
und die Geister, die ganz vorn,
schlugen, schnitten den Gehörnten,
dieser wehrte sich verbissen,
als die Toten ihn umschwärmten
und in tausend Stücke rissen.

Ging die Frau von Grab zu Grabe,
mit dem Herzstück in der Hand,
und sie suchte nach dem Sarge,
wo das zweite sich befand.
Klopfend, leuchtend führte es
hin zu einem zweiten Klopfen,
leise, doch sie spürte es,
zaghaft so wie Regentropfen.

Hob den Deckel sie nun an,
unter Ächzen und mit Mühe
und das Herzstück nahm sie dann,
müd, in aller Herrgottsfrühe.
Dann, am Ende jener Zeile
Gräber sah sie eine Tür,
und sie schaute eine Weile
nach dem Schlüsselein dafür.

"Leg das Herz dort in die Schale."
raunte ihr der Mantel zu.
Tat sie's und mit einem Male
kam die Türe auf sie zu.
Und das Herze nahm sie zu sich,
trat hinein in einen Gang,
und dann war sie doch entmutigt,
als die Tür im Schlosse klang.

Tausend kleine Teufel rannten 
schreiend durch die Geisterknochen,
bis die Geister erst erkannten,
was sie da vom Zaun gebrochen.
Voller Schreck und ohne Rat,
blieben sie auf ihrer Stelle,
aufwärts, ja und auch hinab
rollte nun die schwarze Welle. 

Just beim ersten Morgenlichte
klangen Hörner, um zu warnen 
Krieger, Wesen, Feen und Wichte,
die getreu zur Hilfe kamen.
Unter Rüstung, Helm und Schilden
schauten sie voll Ernst hervor
und dann hörten sie die wilden
Schreie aus dem Teufelschor.

Knirschend rissen Muskeln, Knochen,
hieben Schwerter, Pfeile flogen,
als sie sich im Feld getroffen
und man sah die Kämpfe wogen,
vor, zurück, so wie das Meer.
Eis-, ja, und auch Feuerbälle,
flogen knisternd ringsumher,
brannten, froren Haut und Felle.

"Jetzt nur ruhig.", sprach die Dame
und sie holte ganz tief Luft
und dann stieg die Unbeugsame,
weiter, tiefer in die Gruft.
Blaues Licht von Bergkristallen
die so dick wie Birkenbäume,
schien in lange Felsenhallen,
dunkel warn die Zwischenräume.

Warme Luft die faulig, süßlich,
moderig die Nase störte,
zog durch Fäden, weiß und klebrig
und ein leises Schmatzen hörte 
man aus unbestimmter Ferne.
"Woher kommt denn der Gestank?"
"Ach, das sag ich nicht so gerne,
komm, wir müssen da entlang."

Und dann gingen sie voran
achtsam, langsam, Schritt für Schritt,
und ein Wispern, weich und warm
klang bei jedem Schritte mit.
„Komm zu mir“, so sprach es freundlich,
„denn hier irrt man leicht vom Wege.“
Doch der Dame war's unheimlich,
"Eh ich mich noch weiter rege,
sag mir, was für ein mieses Spiel
spielt ihr beide hier mit mir?“
und der Mantel sprach „Sei still,
denn 
sie ist jetzt über dir.“

Zwischen Weben, bleich und wirr,
hing ein schwarzer, schwerer Leib,
der auf Beinen, spindeldürr, 
harrte auf die rechte Zeit.
Augen neun, fast alle blind,
fühlte sie die Fäden zittern
und sie konnte mit dem Wind
nahende Geschicke wittern.

Teufel sprangen, Teufel flogen,
Lederflügel heftig schlagend,
und wie wilde Bienen stoben
sie um Kämpfer, heulend, klagend.
Sturmwind warf gezackte Blitze,
Funken stoben ringsumher
und mit ungeheurer Hitze
schnitten sie ins Höllenheer.

Feuerkönigs Flammenschwingen
fraßen Fleisch und spuckten Glut
und mit kalten Eisesklingen
traf des Wasserkönigs Wut.
Doch aus jedem toten Teufel
wuchsen zwei, dann vier, dann acht
und sie hätten ohne Zweifel
allen bald den Tod gebracht.

Voll Entsetzen riss die Dame
ihre Augen auf und schrie
denn die Spinne kam schnell nahe, 
hängte sich dicht über sie.
"Bist du meine Mahlzeit", kam es,
"ach du zartes Mägdelein?"
Doch der Dame Ansicht war es:
"Selbstverständlich sag ich: Nein!"

"Sowas sagt man nicht im Scherz!"
rief die Spinne voller Groll.
"Los, jetzt gib ihr rasch das Herz."
riet der Mantel. "Bist du toll?
Nein und nein und nochmals nein,
seid ihr beide denn von Sinnen?"
"Gib es ihr, es muss so sein,
sie wird einen Körper spinnen."

Und so hob, verwirrt und leer,
sie das Herz hoch über sich.
Und die Spinne seufzte schwer:
"Noch so eins, ich glaub es nicht."
Und sie nahm es sanft, behutsam,
spann es ein in ihre Fäden,
und sie sagte: "Lass es gut sein.
Setz dich, Mädchen, lass uns reden."

Und was dann vom Himmel drang,
war des Engels Melodie,
schwarzer Klang und weißer Klang,
in vereinter Harmonie.
Wabernd ging die Teufelsschar
wie ein schwarzer Nebel auf
und der ganze Himmel war
tief getrübt von diesem Rauch,
der ganz langsam sich verzog,
aufgesaugt vom Flötenspiel,
bis der Engel nicht mehr flog
sondern schwer zu Boden fiel.

Und so lag er müde dort,
Flügel, Mantel aschefarben
und er blickte ohne Wort,
auf die Kämpfer, die da starben.
Und dann stand er wieder auf,
lief und heilte schwere Wunden
und am Ende dieses Laufs,
ging er, bald dem Blick entschwunden.

„Fertig ist der Körper nun,
nimm ihn dir und halt ihn warm.
Denn er muss noch Wochen ruh'n
bis er wieder laufen kann.
Soll ich euch nach oben tragen?“
frug die Spinne mit Gefühl,
„Ja, das würde mir behagen,
alles wird mir jetzt zu viel."

Angst- und dann auch Jubelrufe,
schallten, als sie oben waren
und in einem andern Buche,
steht es, wie sie heimwärts kamen.
Jedenfalls ward noch gefeiert
und gesungen 
und gelacht
und der guten alten Zeiten 
auch gebührend noch gedacht.

ENDE








Don Rico: Das Mädchen ohne Hände Teil 5 

Dienstag, 23. Juni 2026

Die Handlung, die Wandlung (Versform)

Neulich dachte ich voll Ernst,
wie der Unterschied wohl sei,
ob man etwas früh gelernt,
oder später, nebenbei.
Spät erlernt ist die Moral
beispielsweise voller Fett-
näpfchen und mit einem Mal
wird der Saal zum Rutschparkett.

Vom „So tut man`s“ führt der Pfad
zum „Darum wird’s so gemacht“.
"Ist das alles", frag ich matt,
wirklich rigoros durchdacht?"
Warum tut ein Fehler weh,
warum will ich ihn verdrängen?
Hübsch ist, was ich vor mir seh:
Monster aus Gedankengängen.

Egoismus, Neid und Gier,
glänzen vorn, sind hinten schwarz,
besser man entlässt sie hier,
jetzt und auf die harte Art.
Doch die Leere hinterm Schein
muss man ja auch wieder füllen,
"Horch, was kommt von draußen rein",
sing ich, ach um Himmels willen!

"Ist es Mut, sich selbst zu sehen?"
frag ich und: "Warum denn ich?
Kann man lahm noch weitergehen,
werd' ich heil, verletz ich mich?
Wo ist Wahrheit, wer nimmt mir,
oder baut mein neues Ich?
Steht am Ende gar ein Wir,
oder andre?", frag ich mich.

"Oder bin ich alle hier?",
halt, ich darf nicht alle sein.
Einer spricht in mir dafür
und ein andrer zetert: "Nein!"
Hier im Kampf bin ich das Feld,
Passiv, nein, ich halt die Rechte.
Bald bin ich mit aller Welt,
eng verbunden, im Geflechte.

Denn es wachsen die Synapsen
aus dem Ohr mir wie Tentakel
"Nachtigall, ich hör dir trapsen."
bald versteh ich das Orakel,
werd ich fühlen, was wir sind,
und woran es uns gebricht,
wie ein gut erzog’nes Kind
seh' ich uns im klaren Licht.

Montag, 15. Juni 2026

Mit Rudolf Diesel nach Persien (Satire)

Bekannt ist ja, dass Tiere wie Nilpferde, Wasserbüffel ja und auch Wildschweine sich gerne in Schlammpfützen wälzen, um ihre Haut zu pflegen. Weithin berühmt sind auch die Salbungen und Ölungen schon seit den Ägyptern und als solches eine Wohltat für die Seele und den Leib. Gern nahm man für solche Einreibungen das Balsamöl der Balsamtanne. Mit der Industrialisierung der Salbungsbranche im 19ten Jahrhundert starb dieser Baum aber aus.

Allenthalben wurde nach synthetischem oder sonstigem Ersatz gesucht. So entdeckte in dieser Zeit ein gewisser Rudolf Diesel, der gern in seiner Freizeit Seifenkisten zum explodieren brachte, auf das sie sich bewegen täten (und auch taten), dass sich das schwarze Öl der Perser nicht nur zum Anzünden, sondern auch hervorragend zur Hautpflege eignete, zumal von der Natur nicht nur mit hervorragenden Schmier- sondern auch Schmirgelstoffen und Weichmachern versehen.

Seitdem verkauft die Salbungsindustrie die Diesel-Pflegeserie erfolgreich in vielen kleinen Franchiseunternehmen, wo sich der Erholungssuchende mit kleinen Duschen, die sowohl hoch-als auch tiefsiedende (für den jeweiligen Hauttyp fettig, trocken oder Mischhaut) Reinigungslotionen enthalten, gleich vor Ort vergnügen oder den Wonnesaft in kleinen Blecheimern nach Hause tragen kann.

Nichtsdestotrotz lassen es sich einige forsche (bzw. primitive) Bevölkerungsstämme nicht nehmen, in der Ferienzeit auch im Urstromland der Ölquellen in den naturbelassen selbigen zu baden, mit nichts bekleidet außer stählernen Badehauben. Ein sehr archaisches Vergnügen, wenn nicht sogar bizarr aber wohl auch sehr befriedigend.