Bekannt ist ja, dass Tiere wie Nilpferde, Wasserbüffel ja und auch Wildschweine gerne in Schlammpfützen sich wälzen um ihre Haut zu pflegen. Weithin berühmt sind auch die Salbungen und Ölungen schon seit den Ägyptern und als solches eine Wohlthat für die Seele und den Leib. Gern nahm man für solche Einreibungen das Balsamöl der Balsamtanne. Mit der Industrialisierung der Salbungsbranche im 19ten Jahrhundert starb dieser Baum aber aus.
Allenthalben wurde nach synthetischem oder sonst Ersatz gesucht. So entdeckte in dieser Zeit ein gewisser Rudolf Diesel, der gern in seiner Freizeit Seifenkisten zum explodieren brachte, auf das sie sich bewegen täten (und auch taten), dass sich das schwarze Öl der Araber nicht nur zum Anzünden sondern auch hervorragend zur Hautpflege eignete, zumal von der Natur nicht nur mit hervorragenden Schmier- sondern auch Schmirgelstoffen und Weichmachern versehen.
Seitdem verkauft die Salbungsindustrie die Diesel-Pflegeserie erfolgreich in vielen kleinen Frenchiseunternehmen, wo sich der Erholungssuchende mit kleinen Duschen, die sowohl hoch-als auch tiefsiedende (für den jeweiligen Hauttyp fettig oder trocken, für Mischhaut gibt es Gemisch "1:33" Reinigungslotionen enthalten, gleich vor Ort vergnügen oder den Wonnesaft in kleinen Blecheimern nach Hause tragen kann.
Nichtsdestotrotz lassen es sich einige forsche (bzw. primitive) Bevölkerungsstämme nicht nehmen, in der Ferienzeit auch im Urstromland der Ölquellen in den naturbelassen selbigen zu baden, mit nichts bekleidet außer stählernen Badehauben. Ein sehr archaisches Vergnügen, wenn nicht sogar bizarr aber wohl auch sehr befriedigend.
Donnerstag, 11. Juni 2026
Mit Rudolf Diesel nach Persien (Satire)
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