Montag, 11. Mai 2026

Ode an den Wein

Für Hoffnungs-, ach, und Wurzellose, 
bleibt die Soße aus Glucose. 
Die in roten Kullern rebt, 
dann mit Weingeist sich belebt,
in Ballons mit Röhrchen aussen, 
innen tut die Hefe schmausen. 

Das Ganze noch filtriert in Flaschen 
und schon fertig ist zum naschen, 
was den rasten Geist, den losen, 
sinken lässt in Richtung Hosen. 

Im Kopf bleibt nur noch Sinn und Licht, 
nicht mehr so ein Mistdickicht. 
Ja, was grad noch komplizert, 
ist jetzt einfach buchstabiert. 

Von Hemmung frei kann man jetzt sagen, 
oder singen schön und laut, das Leben sei, 
sonst fad und nüchtern, 
im Suff nur zu ertragen. 

Ein Riesenschritt in Richtung Eden 
wär ein Weinberg für ein' Jeden! 
Und was weiterhin noch fein, 
es fühlt sich nicht mehr so allein. 

Denn einen guten Grund zum trinken 
und Kumpane, die sich freun, 
finden sich doch alle mal, 
heute heisst es lustig sein! 

Drum hoch die Tassen liebe Schwestern 
und auch weinselige Brüder, 
trinket aus und schenket ein, 
zum Zimbelklange schwingt das Bein,  
dass die Feierlaune bleibt und wird niemals müder.

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