Montag, 5. Oktober 2026

Farbtraum

Ich schwamm, im fernen Orient einst,
in einem grauen See
und mit mir Drachen, silberweiß,
mit Schuppen, zart wie Schnee.
Doch ihre Schweife, die den Grund
wohl streiften ab und an
die waren regenbogenbunt
mit Farbensand daran.

Die Farben nahm ich mit vom See
und malte Bild um Bild
und füllte eine Galerie
mit Pferden rot und wild
und blauen Vögeln, Füchsen gelb,
und Pfauen, violett,
die flogen, rannten, wie von selbst,
sogar auf dem Parkett.

Und immer ward der Farbe mehr
und die Besucher jauchzten
sie schwammen bald darin umher,
zu schöpfen und zu tauchen.
Ich selber aber war erstaunt, 
und konnt' es nicht verstehen,
ach soviel Buntes war im Traum
noch nie bei mir zu sehen.


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