Echo and the Bunnymen: Killing Moon
New Order: True Faith
Simon and Garfunkel: Sound of Silence
Richard Marx: Hazard
Ich möchte hier kurz über das Kernproblem vieler psychischer Probleme sprechen, wie es von Dr. Laurence Heller und Dami Charf erklärt wird.
Also das Kernproblem ist, dass sich Kinder beim Aufwachsen eventuell entscheiden müssen zwischen der Bindung an ihre Bezugsperson und ihrer eigenen Entwicklung. Das Kind wird sich dann immer für die Bindung entscheiden und seine eigene Entwicklung aufgeben. Dabei gibt es 5 Entwicklungsschritte, die gestört werden können: Bindungsfähigkeit (bonding), Einstimmung (attunement), Vertrauen (trust), Autonomie (autonomy) und Liebe/Sexualität.
Der Grund dafür ist, dass Kleinkinder Bindungsfehler ihrer Bezugsperson immer auf sich beziehen, da sie sich noch nicht in andere Personen hineinversetzen können. Sie suchen den Grund für eine Bindungsschwächung, -abbruch oder -missbrauch bei sich und werten sich deshalb selbst herab. Darüber hinaus wird jeder Schritt in Richtung erwachsen werden und jeder eigene Erfolg als Bedrohung der Bindung zur Bezugsperson empfunden, selbst dann noch, wenn man nicht mehr von der Bezugsperson abhängig ist.
Störungen in der ersten Stufe führen dazu, dass sich das Kind als nicht lebens-, liebens-, und bindungswert empfindet. Es hat Scham vor seiner eigenen Existenz, vor seinen Gefühlen und seinem Bedürfnis nach Bindung. In der zweiten Stufe hat man Angst davor, seine Bedürfnisse zu kommunizieren, also um Hilfe zu bitten. Bei Störung des Vertrauensschritts hat das Kind Scham vor Abhängigkeit, Schwäche und Verletzlichkeit. Störung des Autonomiebestrebens führen zu Angst vor Selbstbestimmung, Autonomie und Unabhängigkeit. Störung der Liebesfähigkeit führen zu Angst vor Intimität und davor, sein "Herz an jemanden zu verschenken", bzw. seine intimen Gedanken mitzuteilen.
Die dementsprechenden Vermeidungs- oder Überlebensstrategien sind: Trennung und Distanzierung (disconnection); Überanpassung und Verschlossenheit; (falsche) Selbstständigkeit, Kontrolle und Stärke; Überanpassung oder übertriebene Autonomie; Perfekt sein wollen, rasch wechselnde, oberflächliche oder überhaupt keine Liebesbeziehungen eingehen.
Mit der Scham und Angst sind auch negative Emotionen und Gefühle verbunden, die eigentlich an die Bezugsperson addressiert sind, aber vom Kind gegen sich selbst gerichtet werden: Scham,Wut, Hass und Angst. Diese Autoaggressionen kommen immer dann zum Vorschein, wenn eine Situation auftritt, in der ein gestörter bzw. nicht erfolgter Entwicklungsschritt abgefragt wird, Bindung, Empathie, Vertrauen, Autonomie, Sexualität. Sie können sich als Depression, Selbstverletzung, Selbsthass oder psychosomatische Phänomene wie Schmerz oder Ohnmacht manifestieren.
Strategien zur Kompensation gibt es viele. Suchtverhalten, die angesprochene Selbstverletzung, Selbstisolation, Projektion des Hasses auf andere Personen und Personengruppen, Kontrollverhalten sowie im schlimmsten Fall Weitergabe des Traumas an andere über psychischen und physischen Missbrauch.
Der Ausstieg aus diesem Dilemma gelingt laut Heller mit der sogenannten Selbstwirksamkeit, die zwischen dem Kind-Ich mit seinen Überlebensstrategien und dem Erwachsenen-Ich mit seinem größeren Verständnis, logischen Fähigkeiten und Kapazität zur gleichzeitigen Verarbeitung mehrerer Gefühle vermittelt. Dabei hilft, dass man mal schaut, wie die kindlichen Überlebensstrategien mit den erwachsenen Bedürfnissen konkurrieren. Mitzuerleben wie man vom Kind-Ich (Beklemmung) zum Erwachsenen-Ich (Erleichterung) wechselt und zurück. Und dass man lernt Gefühle/Empfindungen zu sortieren.
Ganz recht, erstmal wahrnehmen und dann eine passende Schublade suchen. Passt das Gefühl zu der aktuellen Wirklichkeit? Oder sortieren wir es in eine Vergangenheit? Und wie stehe ich zu den Emotionen und Gefühlen, wie bewerte ich sie selbst? Was wollen sie mir sagen, in welche Richtung möchten sie mich schieben? Welche Palette gibt es?
Gefühle sind manchmal Erinnerungen, die wir in die Zukunft projezieren (memories of the future past). Etwas wird passieren wie schon einmal erlebt, besser vermeiden? Nein, sortieren! Das ist Vergangenheit, jetzt sind wir erwachsen und jetzt sind wir viel stärker! Selbst wenns schief geht, das können wir ab! Soweit die Logik. Jetzt das Gefühl.
Hat man die Emotionen sortiert gilt es nun, sie auszuhalten und nicht gleich wieder wegzudrücken oder in Aktionen zu kanalisieren. Aushalten, abwarten, präsent bleiben. Das trainiert die Toleranz für Emotionen und Gefühle, besonders starke und gemischte Gefühle.
Ein letzter wichtiger Schritt ist echte Trauer. Trauer über das was man verloren hat und was nicht wiederkommt. Trauer über das, was man hätte haben sollen und nicht bekommen hat. Nur mit ehrlicher Trauer kann man abschließen.
Gerade höre ich den Podcast "Raus aus der Depression" mit Harald Schmidt und Ulrich Hegerl. Was man dort über Depression hört deckt sich wahrscheinlich nicht von ungefähr damit, was Dami Charf in "Auch alte Wunden können heilen" über die Dissoziation bzw. den Totstellreflex nach Kindheitstraumata schreibt. Auf Stress reagiert der Körper mit geistiger Distanzierung (Isolation, Angst), mit Herunterfahren der körperlichen Aktivität (Ruhebedürfnis), Appetitlosigkeit etc.
Ein Thema, dass ich hier noch nicht erwähnt habe ist die sogenannte Hypervigilanz oder erhöhte Wachsamkeit. Diese ist für alle Traumata typisch. Man scannt die Umgebung permanent nach Triggerfaktoren, also potentiellen Gefahren ab. Diese Tätigkeit ist ungemein stressig und frisst viel Energie. Man ist andauernd nervös und ängstlich, kann nicht abschalten, aber auch nicht produktiv tätig sein. Da man alles kontrollieren muss, kann man sich nicht mehr auf etwas Bestimmtes fokussieren. Dieser Zustand kann einer regelrechten Erstarrung oder Lähmung gleichen oder sich in nervösen Bewegungsmustern (Ticks wie Fußtippen) oder Kontrollzwängen äussern (etwa auf die Uhr schauen).
Man kann aus Ablenkung oder Nervosität eventuell nichts zu Ende bringen und ist sehr vergesslich.
Abends ist man dann total fertig, obwohl man nichts gemacht hat. Trotzdem kann man vielleicht nicht schlafen, weil man mit dem Schlaf ja die Kontrolle abgeben müsste. Die Wachsamkeit hält einen immer an der Grenze zu einer Notreaktion und Reize spezieller Art können Panik, Aggression (auch verbal) oder ein Abschalten provozieren. Das können Triggerreize sein, aber auch solche, die eine ungewohnte Empfindung hervorrufen.
Bei einem starken komplexen Kindheitstrauma entsteht eventuell nicht nur ein "Schattenkind", wie bei normalen Menschen, indem der emotionale Anteil unterdrückt wird, der mit den Eltern in Konflikt stand, es wird manchmal ein großer Teil oder sogar die gesamte emotionale Persönlichkeit (EP) abgespalten ("Splitting") und verschlossen, man nennt das "strukturierte Dissoziation". Man hat dann möglicherweise fast keinen Zugang mehr zu seinen Gefühlen, was auch Alexithymie genannt wird. Hinzu kommt möglicherweise eine "komplexe posttraumatische Belastungsstörung". Das bisher beste Selbsthilfebuch zur K-PTBS, das mir empfohlen wurde ist "Posttraumatische Belastungsstörung, vom Überleben zum Leben" von Pete Walker.
Rico: weiß Sebastian: schwarz
e4 (sieh Ende Schachreime Teil 1)
c5 das ist ganz ungelungen,
denn da wäre noch gewesen, einiges an
Schmähungen und Demütigungen.
d4 das Demütigen und Schmähen,
soll auch in diesem Spiel nicht
fehlen.
Das alte Spiel das war verzockt,
da gab es nichts mehr was mich lockt.
Nun staunt dein kleines Bäuerlein Klötze
wie ich das Mittelfeld besetze.
cxd4 Hör ich Besetzung seh ich Rot,
das hat so Links-Grün-Punk-Bezug!
Zerrt sie raus und schlagt sie tot,
da bin ich Ordnungsmensch genug!
Braven Bürgern Häuser klauen
statt Arbeit, Konsum, Fernseh schauen.
Was ich nicht hab' muß keiner haben,
schon gar nicht diese linken Schaben.
Sf3 Den Knüppelgarden nicht verlegen,
setzen wir ein Pferd entgegen.
Dies haben wir ja auch nicht doof,
vom Kommunenbauernhof.
Dazu singen wir ganz sacht:
„Lacht kaputt, was euch kaputtlacht!“
Sc6 ein Pferd das hab ich auch dabei,
ich nenns "berittene Polizei"
Sd2 Hat man zwei von diesen Pferden,
ists nicht weit zu Pferdeherden.
Halt nein Sxd4 soll es sein,
dann ist es auch deutiger ein.
g6 der Bauer ist zu Fuß, doch denkt:
'ob jemand mir ein Pferdchen schenkt?'
c4 Schaukelpferdchen, Kerz und Zimt,
gibts zu Weihnachten bestimmt!
Lg7 Ich heiße Bischof, bin ein Tändler,
im Nebenerwerb Pferdehändler.
Le3 Cowboy bin ich, vom Nam‘ Pfaffe,
mein Pferd ich nicht vom Lasso lasse.
Derweilen musst du dich bescheiden
und darfst dich nur am Anblick
weiden.
Doch später für gerechten Lohn,
bekommst du deine Pferdchen schon.
Sf6 Gerechter Lohn? Da muß ich lachen,
ich will ja auch noch Marge machen.
Ich schau jetzt erstmal anderweitig,
zum Festlegen ist es zu zeitig.
Sc3 Laufens doch net wieg Sie netta Moa,
i biad no ondra Pferdla o.
Zu zwiad, im Schock odr hundrad Stüack,
kommens und versuchn Sie ia Glügg!
Sg4 Herr Pfaff, mich dünkt ihr wollt mich schröpfen,
ihr wollt mir viel zu viel abknöpfen.
Ich zahle, daß mich Gott bewahre,
nicht für solch minderwertge Ware.
Daß ihr mal seht, welch Qualität
an edlen Pferden mich beglückt,
hab ich mein eignes 'rangerückt.
Dxg4 Ja so ein Tausch gefällt mir sehr,
rasch gib dein schwarzes Pferdlein her.
Dann bekommst du, abgemacht,
einen Schimmel voller Pracht.
Sxd4 das war aber nicht abgemacht,
dass ihr die Dame mitgebracht.
Ld3 Beim günstig‘ Einkäufe erspähen
sind die Damen Koryphäen.
Nun bring ich hier den zweiten Pfaffen,
um die Ware zu begaffen.
Und wenn es weiter so gut läuft,
kauf ich mir noch ein paar Sklaven.
d5 wenn ihr euch da mal nicht verrennt;
ich glaub' dass euch der Hut schon brennt!
Dd1 Ja beim Einkaufsbummel schnüffeln
wieder die Coronabüttel,
und mit ihren Abstandsquoten
wird der Massenspaß verboten.
Darum kehrt die Dame heim
und hört ganz laut Matthias Reim.
dxe4 die Maskenpflicht hat ihren Sinn,
steckt oftmals doch ein Dickface drin!
Lxe4 Dicke oder Dünn‘ Gesichter,
in der Maske das Gelichter
sieht alles wie Banditen aus
und die Verkäufer überall
fürchten einen Überfall,
wenn ein Vermummter in ihr Haus
mittendurch die Tür einfällt
und ein Pfund Reißnägel bestellt.
o-o "ein Pfund Brot bitte!"
"Gute Frau, das heißt doch jetzt Kilo."
"Fein, ein Pfund Kilo bitte."
Damit sie sich nicht fürchten müssen,
ham sehr weise wir beschlissen:
nicht nur die Maske vors Gesicht,
nein, auch den Einzelhandel dicht.
Sd5 Dass man vorn die Tür verschlossen,
hat noch nie nen Dieb verdrossen.
Gangster hinterlassen ihre Schäden
in den Läden an denselbigen der Fenster.
Sie sind praktisch Quereinsteiger wie der Geiger
mit dem Zähler für die Radioaktivität.
Nur dass es nicht um Radio geht,
dabei, nein Stehlerei und Hehlerei
und Arbeit für die Polizei.
e5 Arbeit für die Polizei?
So wie in Leipzig vor ner Weilen
die Asservaten - eins, zwei, drei -
(Fahrräder warn's) neu zu verteilen?
O-O Ja nun ist‘s wieder soweit,
es ist Umverteilungszeit!
Ob Fahrräder, ob Sturmgewehre,
auf das niemand sich beschwere.
Te8 auch wenn so mancher heute hadert
so gab es doch mal eine Zeit,
da sprach man nicht von Diebstahl, sondern
von 'sozialistisch umgelagert'.
f3 Jesus ist ein Sozialist,
weil er fürs Umverteilen ist.
Er wird geboren jedes Jahr,
wie ein Insekt, ja wunderbar
lässt es sich in Sekten leben
um den Armen was zu geben.
Le6 mit dem Gedicht
stimmt etwas nicht,
der letzte Satz
der reimt sich kaum.
Dd2 Auch ungereimt
kann es noch ein Gedicht sein
Mit Wodka kann man auch dicht sein
In Fischbrötchen komm Fisch rein.
Aber der muss nicht frisch sein.
Doch die Dose muss dicht sein.
Sonst wurde man geleimt.
Tc8 mit Tc8 das Feld bereitet,
Vernichtung hiermit eingeleitet.
b3 Sacht die Rentiernase zittert,
wenn sie die Vernichtung wittert.
Doch ich denk mir nichts dabei und
setz den Bauern auf b3.
b5 der Mensch war stets sehr gut beraten
der Tiere Zeichen zu betrachten,
ihre Warnung zu beachten,
anstatt sie umstandslos zu braten.
Ld3 Zum Weltuntergang ist der Braten
ganz besonders gut geraten.
Im atomaren Feuer war
das Ren in 2 Sekunden gar.
Lxd5 Am hohen Tag des Ragnarök
nimmt auch Odin sich sein Stück
vom gut gebratnen Elkesfleisch.
Und denkt sich dabei: "Hm, vielleisch...
vielleisch, ich denk nur so; vielleisch
schmeckt Ferdefleisch auch roh."
xd5 Thor lässt seinen Hammer sausen
Du willst wohl alleine schmausen?
Hugin werde ich mir dünsten
dann ist es aus mit deinen Künsten.
Dxd5 Weil Odin noch am Nachschlag kaut
sagt er zu Thor mal nix und schaut
nur mampfend in die große Runde
'wo iff noff waff tu freffen funde'.
Lc4 Bei Ägir und Klabautermann,
schau dir mal den Alten an
Vom Fressen plagt ihn schon die Gicht,
Denkt Thor und macht die Schotten dicht.
bxc4 das hatte Odin nicht verstanden,
war wohl ein Brauch aus fremden Landen.
Sich über seinen Wanst mokieren,
nur um dann weiter zu servieren.
Mist, ich habe schon wieder gepatzt.
Bei mir steht dein Bauer auf f5.
Wenn Herr Odin also gnädigst
zu b5 zurückkehren könnten,
würde ich dem mit Tc1 antworten. Prosa off.
Tac1 damit du weißt,
welcher Turm zum Felde reist.
f5 Odin erwacht, sein Magen knurrt.
Neben ihm Thor, die Mißgeburt.
"Ach, hatt ich einen schönen Traum
von Völlerei, Met, fetten Frau'n.
Sie quält mich sehr, die Träumerei,
denn hier gibt es nur Gerstenbrei
und blankes Wasser zum Verzehr."
(Vom Küchenblock winkt Schmalhans her.)
Er sieht wie Thor sich wohlig streckt,
der Kerl ist ihm zutiefst suspekt.
"Zwischen erträumtem Festgelage
und hier dann dieser Schweinemast
ist, daß ich das sehr klar mal sage,
schon ein erheblicher Kontrast.
Doch du scheinst mir sehr guter Dinge
und wohlgerundet ist dein Bauch;
so wenn ich je zum Vorschein bringe
daß du mich hier bescheißt, du Lauch,
daß du mir Götterspeis' versteckst
und heimlich Leckereien schleckst;
dann wird von hier bis nach Walhallen
das Echo der Backpfeifen schallen!"
Mit diesen Worten, klar und harsch,
steht Odin auf von seinem Bett,
tritt wem sich zeigt fest in den Arsch,
und geht auf Jagd nach frischem Bret.
Lxd4 Das Festmahl wird gleich weitergehen,
ehe Odin sichs versehen.
Zwei fette Täubchen wie bestellt,
flattern vor der Asen Zelt.
exd4 das ist doch was für'n hohlen Zahn,
ich hoff es fängt gleich richtig an?
Ld3 Das machts dir leichter jedenfalls,
und du verstopfst dir nicht den Hals.
bxc4 dann weiter halt in kleinen Happen,
Hauptsach es gibt etwas zu schnappen.
bxc4 Nun rollen große Schüsseln rein,
mit Fleischsud, Klöss und obendrein,
schickt sich der Tranchierer an
zu teilen Wildbret, Schwein und Goldfasan.
bxd5 den Bissen noch und dann den nächsten,
dann ist es das derweil gewesen.
cxd5 falls du Lxd5 gemeint, so wie es
oberflächlich scheint,
es sei denn, dass aus großer Tiefe
noch ein versteckter Bauer riefe.
B für Bischof, muss ich sagen,
denn von b auf d zu schlagen
wär auch schwierig mit nem Bauern,
Dxd5 nun ohne Bedauern.
(Der Rest des Spiels ist ungereimt und soll
sich deswegen im Nebel der Geschichte verlieren.)