Donnerstag, 4. Mai 2023

Persönliche und intellektuelle Entwicklung


Persönliche Entwicklung:

Ich habe selbst kein festes Bild von mir, mein Ich-gefühl schwankt.
Deswegen kann ich meine Entwicklung nur von aussen grob nachvollziehen.
Viel gelernt habe ich immer in Zeiten, in denen ich mich selbst mangelhaft fühlte auf der einen Seite, auf der anderen Seite ein grosser äusserlicher Druck auf mir lastete (z.B. Abi und Studium). Mein Gehirn ist überhaupt sehr träge und kommt erst mit sehr grosser Anspornleistung auf Touren.
So habe ich Hausaufgaben auch oft mal Nachts erledigt, einfach weil das Hirn dann nachgegeben hat und anfing zu arbeiten, weil es schlafen wollte.
Rein in den menschlichen Fähigkeiten habe ich erst sehr spät angefangen, zu begreifen, was und warum Leute überhaupt etwas tun (hauptsächl. bei der Lehre). Mir fehlten Moralvorstellungen aber auch Kommunikationsfähigkeiten und Einfühlungsvermögen. Das lerne ich immer noch. Aber auch beruflich usw. ist das Pensum noch riesig. Um so mehr man lernt, um so weiter splittet sich alles auf und um so mehr neue Richtungen kann man verfolgen.
Dasselbe gilt auch für Privatinteressen aber da bin ich in der Entwicklung eher gehemmt (immer noch) und brauche ständig Anstösse.

Eine Sättigung hat sich bei mir aber auch schon auf einigen Gebieten eingestellt. Also hauptsächlich medial bin ich unheimlich gesättigt.
Was ich will, weiss ich nach wie vor nicht so genau, kann aber mittlerweile in der Kategorie "Zukunft" denken, noch gar nicht so lange her, da bestand ich nur aus einem wirren Mischmasch aus Vergangenheit und Gegenwart. Eine persönliche Zukunft als Plan existierte gar nicht.

Intellektuell:

Ich würde meinen Geist nicht als klar, sondern eher chaotisch beschreiben. Relativ Dummes und Kluges kann da schnell aufeinanderfolgen. Ist wie Angeln im trüben Teich, mal hängt ein Fisch dran, mal ein alter Schuh.
Als Kind hatte ich Spass an Spielen mit stupiden Wiederholungen, Magnetangeln, Perlenfädeln, Bilder auf Kork pinnen, Puzzles, Knete, Elektrozeugs mit Klingeldraht und Glühbirnen. Buchstaben haben mich nicht interessiert und Zahlen auch nicht und andere Kinder ich sag mal wenig.
Der Kindergarten war aber wichtig, da wurde mit uns viel gebastelt usw. und man konnte alle die sozialen Grunddinge am Sandkasten klären.
Gut fand die Kindergärtnerin, dass ich auch im Winter die Baumarten noch auseinanderhalten konnte.
Wichtig waren für mich die altdeutschen Bücher meiner Urgrossmutter, insbesondere die Universallexikabände, Atlanten und Bestimmungsbücher, da hab ich mir die Bilder angeschaut. Auch ihr Garten war toll.
Lesen habe ich in der Schule gelernt und Rechnen mit einer Rechenmaschine (mit Glühwendelanzeige!) bei meiner Mutter auf Arbeit (bequem). 
 
In der Grundschule hatte ich nie Probleme mit irgendwas ausser Schönschreiben. Im Abitur lernte ich recht wenig freiwillig (eigentlich nur Deutsch und Bio), der Rest war von den Lehrern mies präsentiert.
Dazusagen will ich aber auch, dass andere in meiner Abiklasse mit Mathe etwa keine Probleme hatten, während ich oft den ganzen Matheunterricht in einer Art andächtigem Staunen starr verbracht habe, wie etwa, wenn man einem Zauberkünstler zuschaut: wie kam dieses Ergebnis nun so magisch zustande?
Mathegrundlagen holte ich in der Lehre auf, Physik im Studium. Seitdem weiss ich, dass eine klare Präsentation ohne Auslassungen der vermeintlich trivialen Anteile das A und O einer (für mich sinnvollen) Wissensvermittlung sind. Alles sollte einigermassen logisch ineinandergreifen, grade bei der Herleitung von Formeln.

Das Studium war das wichtigste in der Entwicklung und hat mich immer wieder bis an den Rand gefordert.
Die Doktorarbeit setzte das weiter fort. Es war eher ein "Rennen ums Überleben", soziales Weiterkommen. Beim Studium geht es ja um was, entweder man bleibt auf dem Abi sitzen und ist arbeitslos oder bekommt das Diplom. Dissertation ist ähnlich, wenn auch nicht mehr ganz so heikel. Ich fühlte mich dabei auch ehrlich oft intellektuell überfordert und zog die Scheuklappen über. 
 
Andererseits treibt mich das Hirn auch immer mal weiter. Langeweile im unproduktiven Sinne schadet mir über längere Zeit nicht, da das Gehirn dann auf Autobeschäftigung (obwohl, doch, es kann gefährlich werden) fährt. Langeweile im produktiven Sinne (also "richtig" arbeiten) halte ich nicht lange aus, ganz anders als als Kind. Das Neubegreifen auf neuen Gebieten ist immer wichtig. dabei gehe ich auch ehrlicherweise gar nicht gern in die Tiefe, was man landläufig auch unter Bequemlichkeit kennt (ist aber auch ein typischer Zug von Depressiven, dazu später mal).

Ich hatte bei der Doktorarbeit viele klügere Menschen um mich auf Arbeit, kann mich also einigermassen einschätzen.
Ich habe mich ein bisschen mit (Internet-Spiele-)IQ-Tests und IQ-Trainern auseinandergesetzt und denke, das so Training helfen kann, brachliegende Potentiale aufzudecken. Mein IQ liegt demnach etwa bei 110.

Das wichtigste in der Entwicklung denke ich waren die Entschlüsse, etwas anzugehen, dass ich im voraus nicht abschätzen konnte (Abi, Studium usw.). Äusserliche Einflüsse waren auch wichtig, Computer, Reisen usw.
Ich sage auch mal, hätte es den Mauerfall nicht gegeben, würde ich heute als "Geologiefacharbeiter" Braunkohle abbauen, weiterhin Bier trinken und in die Glotze schauen.
 
Hier geht es weiter zu "Wie ich denke". Hier zu "Vergangenheit". Und hier zu "Spielzeuge".

Montag, 12. Dezember 2022

Die unterirdische Partie - Schachreime Teil 2

Rico: weiß    Sebastian: schwarz

e4 (sieh Ende Schachreime Teil 1)

c5 das ist ganz ungelungen,
denn da wäre noch
gewesen, einiges an
Schmähungen und Demütigungen.

d4 das Demütigen und Schmähen,
soll auch in diesem Spiel nicht fehlen. 
Das alte Spiel das war verzockt,
da gab es nichts mehr was mich lockt.
Nun staunt dein kleines Bäuerlein Klötze
wie ich das Mittelfeld besetze.

cxd4 Hör ich Besetzung seh ich Rot,
das hat so Links-Grün-Punk-Bezug!
Zerrt sie raus und schlagt sie tot,
da bin ich Ordnungsmensch genug!
Braven Bürgern Häuser klauen
statt Arbeit, Konsum, Fernseh schauen.
Was ich nicht hab' muß keiner haben,
schon gar nicht diese linken Schaben.

Sf3 Den Knüppelgarden nicht verlegen,
setzen wir ein Pferd entgegen.
Dies haben wir ja auch nicht doof,
vom Kommunenbauernhof.
Dazu singen wir ganz sacht:
„Lacht kaputt, was euch kaputtlacht!“

Sc6 ein Pferd das hab ich auch dabei,
ich nenns "berittene Polizei"

Sd2 Hat man zwei von diesen Pferden,
ists nicht weit zu Pferdeherden.
Halt nein Sxd4 soll es sein,
dann ist es auch deutiger ein.

g6 der Bauer ist zu Fuß, doch denkt:
'ob jemand mir ein Pferdchen schenkt?'

c4 Schaukelpferdchen, Kerz und Zimt,
gibts zu Weihnachten bestimmt!

Lg7 Ich heiße Bischof, bin ein Tändler,
im Nebenerwerb Pferdehändler.

Le3 Cowboy bin ich, vom Nam‘ Pfaffe,
mein Pferd ich nicht vom Lasso lasse.
Derweilen musst du dich bescheiden

und darfst dich nur am Anblick weiden. 
Doch später für gerechten Lohn,
bekommst du deine Pferdchen schon.

Sf6 Gerechter Lohn? Da muß ich lachen,
ich will ja auch noch Marge machen.
Ich schau jetzt erstmal anderweitig,
zum Festlegen ist es zu zeitig.

Sc3 Laufens doch net wieg Sie netta Moa,
i biad no ondra Pferdla o.
Zu zwiad, im Schock odr hundrad Stüack,
kommens und versuchn Sie ia Glügg!

Sg4 Herr Pfaff, mich dünkt ihr wollt mich schröpfen,
ihr wollt mir viel zu viel abknöpfen.
Ich zahle, daß mich Gott bewahre,
nicht für solch minderwertge Ware.
Daß ihr mal seht, welch Qualität
an edlen Pferden mich beglückt,
hab ich mein eignes 'rangerückt.

Dxg4 Ja so ein Tausch gefällt mir sehr,
rasch gib dein schwarzes Pferdlein her.
Dann bekommst du, abgemacht,
einen Schimmel voller Pracht.

Sxd4 das war aber nicht abgemacht,
dass ihr die Dame mitgebracht.

Ld3 Beim günstig‘ Einkäufe erspähen
sind die Damen Koryphäen.
Nun bring ich hier den zweiten Pfaffen,
um die Ware zu begaffen.
Und wenn es weiter so gut läuft,
kauf ich mir noch ein paar Sklaven.

d5 wenn ihr euch da mal nicht verrennt;
ich glaub' dass euch der Hut schon brennt!

Dd1 Ja beim Einkaufsbummel schnüffeln
wieder die Coronabüttel,
und mit ihren Abstandsquoten
wird der Massenspaß verboten.
Darum kehrt die Dame heim
und hört ganz laut Matthias Reim.

dxe4 die Maskenpflicht hat ihren Sinn,
steckt oftmals doch ein Dickface drin!

Lxe4 Dicke oder Dünn‘ Gesichter,
in der Maske das Gelichter
sieht alles wie Banditen aus
und die Verkäufer überall
fürchten einen Überfall,
wenn ein Vermummter in ihr Haus
mittendurch die Tür einfällt
und ein Pfund Reißnägel bestellt.

o-o "ein Pfund Brot bitte!"
"Gute Frau, das heißt doch jetzt Kilo."
"Fein, ein Pfund Kilo bitte."

Damit sie sich nicht fürchten müssen,
ham sehr weise wir beschlissen:
nicht nur die Maske vors Gesicht,
nein, auch den Einzelhandel dicht.

Sd5 Dass man vorn die Tür verschlossen,
hat noch nie nen Dieb verdrossen.
Gangster hinterlassen ihre Schäden
in den Läden an denselbigen der Fenster.
Sie sind praktisch Quereinsteiger wie der Geiger
mit dem Zähler für die Radioaktivität.
Nur dass es nicht um Radio geht,
dabei, nein Stehlerei und Hehlerei
und Arbeit für die Polizei.

e5 Arbeit für die Polizei?
So wie in Leipzig vor ner Weilen
die Asservaten - eins, zwei, drei -
(Fahrräder warn's) neu zu verteilen?

O-O Ja nun ist‘s wieder soweit,
es ist Umverteilungszeit!
Ob Fahrräder, ob Sturmgewehre,
auf das niemand sich beschwere.

Te8 auch wenn so mancher heute hadert
so gab es doch mal eine Zeit,
da sprach man nicht von Diebstahl, sondern
von 'sozialistisch umgelagert'.

f3 Jesus ist ein Sozialist,
weil er fürs Umverteilen ist.
Er wird geboren jedes Jahr,
wie ein Insekt, ja wunderbar
lässt es sich in Sekten leben
um den Armen was zu geben.

Le6 mit dem Gedicht
stimmt etwas nicht,
der letzte Satz
der reimt sich kaum.

Dd2 Auch ungereimt
kann es noch ein Gedicht sein
Mit Wodka kann man auch dicht sein
In Fischbrötchen komm Fisch rein.
Aber der muss nicht frisch sein.
Doch die Dose muss dicht sein.
Sonst wurde man geleimt.

Tc8 mit Tc8 das Feld bereitet,
Vernichtung hiermit eingeleitet.

b3 Sacht die Rentiernase zittert, 
wenn sie die Vernichtung wittert.
Doch ich denk mir nichts dabei und 
setz den Bauern auf b3.

b5 der Mensch war stets sehr gut beraten
der Tiere Zeichen zu betrachten,
ihre Warnung zu beachten,
anstatt sie umstandslos zu braten.

Ld3 Zum Weltuntergang ist der Braten 
ganz besonders gut geraten.
Im atomaren Feuer war 
das Ren in 2 Sekunden gar.

Lxd5 Am hohen Tag des Ragnarök
nimmt auch Odin sich sein Stück
vom gut gebratnen Elkesfleisch.
Und denkt sich dabei: "Hm, vielleisch...
vielleisch, ich denk nur so; vielleisch
schmeckt Ferdefleisch auch roh."

xd5 Thor lässt seinen Hammer sausen
Du willst wohl alleine schmausen?
Hugin werde ich mir dünsten 
dann ist es aus mit deinen Künsten.

Dxd5 Weil Odin noch am Nachschlag kaut
sagt er zu Thor mal nix und schaut
nur mampfend in die große Runde
'wo iff noff waff tu freffen funde'.

Lc4 Bei Ägir und Klabautermann, 
schau dir mal den Alten an
Vom Fressen plagt ihn schon die Gicht,
Denkt Thor und macht die Schotten dicht.

bxc4 das hatte Odin nicht verstanden,
war wohl ein Brauch aus fremden Landen.
Sich über seinen Wanst mokieren,
nur um dann weiter zu servieren.

Mist, ich habe schon wieder gepatzt.
Bei mir steht dein Bauer auf f5.
Wenn Herr Odin also gnädigst
zu b5 zurückkehren könnten,
würde ich dem mit Tc1 antworten. Prosa off.
Tac1 damit du weißt,
welcher Turm zum Felde reist.

f5 Odin erwacht, sein Magen knurrt.
Neben ihm Thor, die Mißgeburt.
"Ach, hatt ich einen schönen Traum
von Völlerei, Met, fetten Frau'n.
Sie quält mich sehr, die Träumerei,
denn hier gibt es nur Gerstenbrei
und blankes Wasser zum Verzehr."
(Vom Küchenblock winkt Schmalhans her.)

Er sieht wie Thor sich wohlig streckt,
der Kerl ist ihm zutiefst suspekt.
"Zwischen erträumtem Festgelage
und hier dann dieser Schweinemast
ist, daß ich das sehr klar mal sage,
schon ein erheblicher Kontrast.
Doch du scheinst mir sehr guter Dinge
und wohlgerundet ist dein Bauch;
so wenn ich je zum Vorschein bringe
daß du mich hier bescheißt, du Lauch,
daß du mir Götterspeis' versteckst
und heimlich Leckereien schleckst;
dann wird von hier bis nach Walhallen
das Echo der Backpfeifen schallen!"

Mit diesen Worten, klar und harsch,
steht Odin auf von seinem Bett,
tritt wem sich zeigt fest in den Arsch,
und geht auf Jagd nach frischem Bret.

Lxd4 Das Festmahl wird gleich weitergehen,
ehe Odin sichs versehen.
Zwei fette Täubchen wie bestellt,
flattern vor der Asen Zelt.

exd4 das ist doch was für'n hohlen Zahn,
ich hoff es fängt gleich richtig an?

Ld3 Das machts dir leichter jedenfalls,
und du verstopfst dir nicht den Hals. 

bxc4 dann weiter halt in kleinen Happen,
Hauptsach es gibt etwas zu schnappen.

bxc4 Nun rollen große Schüsseln rein,
mit Fleischsud, Klöss und obendrein,
schickt sich der Tranchierer an
zu teilen Wildbret, Schwein und Goldfasan.

bxd5 den Bissen noch und dann den nächsten,
dann ist es das derweil gewesen.

cxd5 falls du Lxd5 gemeint, so wie es
oberflächlich scheint,
es sei denn, dass aus großer Tiefe
noch ein versteckter Bauer riefe.

B für Bischof, muss ich sagen,
denn von b auf d zu schlagen
wär auch schwierig mit nem Bauern,
Dxd5 nun ohne Bedauern.

(Der Rest des Spiels ist ungereimt und soll
sich deswegen im Nebel der Geschichte verlieren.)

Montag, 24. Oktober 2022

Die unterirdische Partie - Schachreime Teil 1

Weiss: Sebastian  Schwarz: Rico

e5 Sc3 Sf6 Sf3 (Vorgeplänkel)

e4 was treibst du da wieder? Neue Exzellenzinitiative?

Sg5 Nüffe? Welfe Nüffe?

Sc6 Nuss muss

Sgxe4 auf die Nuss dem Proleten

Lf3 die Proleten beten für Peseten

Springer schlägt Läufer r3

Sorry ich muss mich jedes Mal an das umgedrehte Brett gewöhnen und überhaupt meinte ich Lf7.

Lf3 gibt aus keiner Perspektive irgendeinen Sinn. Genauso wenig wie Lf7

Le7 Das könnte doch Sinn ergeben oder? Ich kaufe einen Vokal!

Sxf6+

Lxf6 Rüpelei!

Sd5 ein Unfall, aber war ja klar, dass Du gleich überreagierst

A5 nun mal sachte, Herr Wachtmeister

e3 Angenagter! Ihnen wird zur Last gelecht sie hätten an dem Mast gesächt!

0-0   Ich hab nicht am Mast gesägt ich hab nur mit dem Ast gefegt.

d4 b6

Ld3 Licht spart sehr viel Energie wenn’s aus ist

Sb4 ... wenn ich es nit sieh! Zeit für Reim muss sein.

Scf6+ Es ging doch bei der Lichtgeschichte
nur um den interessanten Fakt:
um, sozusagen, Wissensdichte,
nicht um den bloßen Reimestakt.

xf6 Trotz alledem: wo das Licht sich nicht gereimt,
fühlt der Dichter sich geleimt!

wer schlägt f6? worauf soll denn Licht sich reimen,
vielleicht auf Schall? Dann hieß' es Lall!

g7-xf6 Der Bauer wars, der sich im Wald
aufs Pferd gesetzt und rumgelallt.

Dg4+ er quält mein Pferd ganz ohne Grund,
ich zahl's ihm heim dem dummen Hund

Kh8 der König statt sich zu besudeln
versteckt sich hinter seinen Pudeln.

Lb1 ist der korrekte Zuch
auf Sudelkönigs Fluchtversuch

d5 Wenn Bauern über Felder springen
um Damen in Gefahr zu bringen
freut mich das vor allen Dingen.

Die Dame hüpft nur auf f3,
und schon ist die Gefahr vorbei

Qd6 Die Dame: Düster ziehn nun Wolken auf,
sie nimmt den schweren Weg in Kauf.
Doch sind die Weißen unbedacht,
ein Schachmatt am Ende lacht.

Der weiße König neigt sein Ohr zu dem Berater.
„Gerüchte drangen zu mir vor,oh Imperator.
Von Wolken, Scham und Ungemach;
am Ende wär't ihr unbedacht!"
Der König, Ruhepuls von 30,
sprach: „Solcher Art Gerüchte weiß ich,
doch meistens ist da nix dabei,
jetzt ziehn mer erstemal a3!"

Sa6 Das Pferdchen dachte sich beileibe,
wär das Schachbrett eine Scheibe,
stünde ich nicht hier im Stau
zwischen Mannheim und Kraichgau.

Springer a6, ja? cxd5 da hinten steht er recht,
der Gaul; ist sowieso dumm fett und faul.
Und ich, mit einem schnellen Streich,
besetz' die Scheibenmitte gleich

Tg8 Der Turm auch rund und sehr behäbig
bewegt sich langsam und nur wenig.
Die Scheibenmitte ist mir schnurz,
ist doch die Lebenszeit dort kurz.

e4 wir siedeln hier seit vielen Jahren,
nur gutes ist uns widerfahren

Lg4 Auf weißen Feldern kommt gesegelt,
der schwarze Läufer dieser Flegel,
der behauptet auch am Rande
ist bedrohen keine Schande.

Dd3 Die Dame macht sich fast ins Hemd,
sie rafft die Rockschöße und rennt.

Tg6 Die Oide is jetz weggrennt
moil saign ob sie au wieda kemmt!

f3 ist Bauers Sehnsuchtsort,
die Dame bleibt fürs erste fort

Lc8  Der Läufer geht jetzt lieber heim,
zu wütend sind die Bäuerlein.
Er wollte doch bloß Kunde bringen,
ein wenig lachen, saufen, singen.
Doch die frigide weisse Dame
verwehrte ihre Anteilnahme!

g3 Von wegen Wein, Weib und Gesang,
er suchte Mord und Untergang!
Mein keusches Weiblein zu umheucheln
nur um es eiseskalt zu meucheln!
Wär' sie nicht schleunigstens geflohen,
so wär die Tat gefolgt dem Drohen.
Durchschaut ist, was er ausgeheckt;
wolln seh'n wie ihm die Antwort schmeckt.

c5 Das Vorspiel und die Zeterei
- nun gehts zur Sache - ist vorbei.
Es werden blutig Köpfe fallen,
von Bauern, Läufern, Türmen, allen.

d5xc6 e.p. so sei es.
Und um den Plan zu untermauern
mach ich ne Leiche aus dem Bauern.

Dc6 Mist dieses e.p. hatte ich nicht aufm Schirm
aber ich hau zurück und versuch mein Glück

Le3 Mit großer Hoffnung aufgebrochen
und im Vorbeigehn abgestochen.
So geht der große Plan dahin,
den Sudelkönig führt im Sinn.
Der lotusblütenweiße König
besudelte sich bisher wenig;
bekleckert hat er sich indessen
mit Ruhmestaten unvergessen.
Und unversehrt wie eh und je
steht die Brettmitten-LPG.

Dd7 den Schritt, gen Ungemach gerückt
tapst die Dame nun zurück. 
Nun muss sie den Beratern lauschen
und Krone gegen Stahlhelm tauschen.
Der Geisterkönig grinset bleich,
sein Heer ist einer Mauer gleich.

La2 ja Hintertür, das sieht ihr ähnlich,
doch auch das stört weiß nur wenig.
Nun steht sie da die schwarze Dirne,
der Stahlhelm drückt ihr wohl aufs Hirne!

Lb7 Zur 5. Saison setz ich Schmarren,
das ist die erste Pflicht des Narren.
Die Truppe wird so oft gemischt,
das keiner weiß, wo vorne ist.
Damentausch kann Vorteil zwingen
tuts noch ein 2. Stückchen bringen.

Tc1 bisher hat er sich ausgeruht,
nun schaut er, dass er auch was tut.

Sc5 auch das zur Seit gestellte Pferd
ist zum Angriff noch was wert.

Dd2 es taugt zu gar nix dieses Pferd,
schon ist der Angriff abgewehrt

Sa6 So tanzen sie wohl 100 Tage
oder ändert sich die Lage?

Lc4 Eskalation mach ich nicht mit,
lieber Containment-Politik

Tf8 Containment?
Wo bleibt da das Entertainment?

d5 um weiter zu entspannen,
ist besser für die weißen Mannen

Sc5 nochmal in hoher Not.
Jetzt gehts nur um den schönsten …

b4 obwohl ich nur sehr ungern reite
probier ichs von der linken Seite.
Doch noch was, fast hätt ich geweint:
der letzte Zug war nicht gereimt?!

Sa4 gehts weiter wie am Schnürchen
wie gesagt durchs Hintertürchen.
Meine Laune war dahin,
hatte ich doch Sieg im Sinn
oder wenigstens Remis
doch nun verlier ich schnöde dies
Spiel ausgerechnet mit b5
doch ich mach mich auf die Strümpf
anständig noch zu parieren,
erst das Pferd vom Eis zu führen,
dann noch ein paar Bauern treten
und zwischendurch um Wunder beten.

bxa5 nun gut, dann trockne ich die Trän',
es sei Dir einmal nachgesehn.
Und, vielleicht tröstets Dich ein wenig:
Die Hoffnung stirbt erst mit dem König

bxa5 Am Rande der schwarzweißen Welt
ist es ein Bauer der jetzt fällt.
Denn schnell den Kecken aufs Rapier,
bevor Blödmann promoviert.
Im Dunklen, dass ist trotzdem klar,
weiß niemand wessen Mann das war. 

Tb1 ich rück den Turm ein Stückchen ran
und zwar ganz einfach, weil ichs kann!

Lc8 Der Bischof hat nur eins im Sinn,
versteckt sich nebst der Königin.
Manche wollen ihn verspotten,
doch er musste sich abschotten,
vor dem fetten Turme glatt,
denn der machte ihn sonst platt.

Dxa5 Der Burggraf sieht den Pfaffen ziehn
und winkt noch höhnisch hinter ihm.
Hätt er ein echtes Gottvertrauen
bräucht er nicht feige abzuhauen.
Die Dame macht sich auch mal bieder
und metzelt einen Bauern hin.
Das ist ihr eigentlich zuwider,
aber doch irgendwie auch schön.

Dh3 Die Dame stöckelt ganz adrett
und mit Schwung quer übers Brett.
Sie mustert da die weissen Truppen
und raucht kurz am Geräteschuppen.

Qxa4 Jaja, so ist die feine Dame,
kann halt nicht aus ihrer Haut.
Rumstehn, gucken, rauchen, stänkern;
na wenn sie meint daß sie das braucht...
Da war doch noch so'n Kandidat,
der nutzlos nur am Rande steht.
Ja richtig, Ferd der faule Springer,
was bleibt ist Dung für's Rosenbeet.

Dg2 Lass das Ferd Radieschen schauen
lieber werde ich mich trauen,
hinter die Haubitzen eilen
ein paar Schellen zu verteilen.

Tf1 verwegen ist sie, muß man sagen;
ich will nur später keine Klagen.

Tf1? Da geb ich auf,
da nimmt nichts Gutes seinen Lauf.
Tg1, das wär ne Sause
doch nun start ich ohne Pause
die neuste unterirdische Partie!
Ich setz e4, jetzt oder nie.

Freitag, 14. Oktober 2022

Mottenballade (kooperativ von Sebastian und mir)

Wenn Motten sich in Röcke betten,
möcht ich auf Verdopplung wetten.
Es ist zuerst nur eine Motte,
dann zwei, dann eine ganze Rotte.
Rotten von Motten gebettet in Röcke
zeitigen Lochfraß, darum erschrecke
nicht wenn der Leute Blick wird schiefer,
die Rockmotte ist ein garstig Geziefer.

Motten, die in Schottensocken
bis hoch zu deren Röcken schockten
einst mit einem Lochlook der bald in
von Edinburgh bis Aberdeen.

Von Aberdeen die Schottenflotte
nahm mit an Bord die Mottenrotte.
Schon Röck' und Socken nur noch Löcher,
warn's doch der Motten noch und nöcher.

Verzweifelt die Gefahr zu bannen,
brüllt längsschiffs Käpt'n Scotch den Mannen:
“Erschlagt das Viechs, ich scherze nicht!
In jeder Ritze, Nut und Fug'
haust dieses Viehzeug, doch genug!
Pappt alles zu, mit Leim und Kleister,
wir werden dieser Plage Meister!
In andern Worten: Schotten dicht!“

Des Käptn's Wort stets ein Befehl
die Mannschaft öffnet Maul und Kehl'
Die Schotten wurden dicht und dichter,
das Segeltuch hingegen lichter,
und hing alsbald nur noch in Fäden,
und auch kein Tau blieb ohne Schäden.

So ward ein wörtlich Missverständnis
zu einem globalen Verhängnis.
Im nächsten Hafen Tuchfachläden
waren der Motten erstes Ziel.
Kurz: sie verweilten wo's gefiel.
Und man erinnert sich bis jetzt
ans Mottenmonster von Loch Netz.

Termiten und auch Mottenfraß, 
sind für Segler gar kein Spaß,
drum füllten sie statt blauen Bohnen
nun Mottenkugeln in Kanonen
und verschossen Repellant 
auf Segeltücher frisch gespannt.

Doch Schotten, die an Pulver sparen,
konnten schließlich nicht mehr fahren.
So wurden quasi über Nacht,
dichte Schotten dicht gemacht.

 

Donnerstag, 15. September 2022

Das Subjektiv (Trochäus)

Ja, ist das nicht sonderbar, 
jeder nimmt sie anders wahr,

will mit eingenomm'nen Augen 
Objektivität entsaugen

ihr, der wahren Wirklichkeit,
doch zu zweit gibt es schon Streit.

Streiten zwei dann freuen selten
einen dritten diese Schelten. 
Schaden ist kollateral, 
ohne Möglichkeit der Wahl. 

Einen Kontext kann man geben, 
vielen, vielen Ding' im Leben.
Das sich nicht am Baume gleichen,
back'ne Pflaum und back'ne Pfeifen.
Einen Anfang machen hier
die leisen Wörtchen "Wie gehts dir?"

Ausgezogen

Die Zeit sie drückt wie neue Schuh
und ungezogne noch dazu.
Ach nein ich meinte angezogen.
Doch drücken tun sie ungelogen.

Sie exerzieren mich im Takt,
wann immer mich das Gähnen packt.
Und flieh ich in Gedankenschnelle, 
stehn die Dinger auf der Stelle.

Wenn ihr noch meint, das wär nicht schön,
rückwärts kann ich gar nicht gehn!
So ein Schuhwerk ist blamabel
und ich werd es reklamieren. 
Lieber bin ich Barfussgänger
oder meine Hände tragen
mich verkehrt herum spazieren.

Ungesund!

Kein Weingourmet bin ich, geschworen!
Ich trinke alles, was vergoren.
Egal die Etikette, fünf Flaschen jeden Tag,
die Essenz die ich gern hätte
ist  Alkohol, wie ich ihn mag.
Ob Hinterrücker Nierentritt,
ob Faultraubigler Griesling,
egal es klappert im Geweih,
und Schüttelfrost ist noch dabei.
Auch das Buket ist nett;
so wie ein totes Hamsterding.

Und dazu eine Pizzaha
vom Tiefkühlfach bei Edeka,
Ernährungsabfall dass ist klar,
doch so bestrahltes Essen
da bin ich drauf versessen.
Kübel, voll mit Speiseeis,
so mit Schokososs’,
da werd ich ganz besonders heiß
und dick wie ein Walross.

Blau Gefärbte Limonaden
und Kaffee ganz ganz stark und süss
da könnt ich mich drin baden,
die Ohrn bis zu den Waden.
Auch sonstig ess ich fett und süss ,
am liebsten Pfannekuchen,
der Tod kommt bald,
mir einerlei, kommt er vorbei,
soll er mich bei Mc Donalds suchen.

Dienstag, 18. Januar 2022

Excel Model for oxidation of impurities in copper melts and Slag Viscosity Calculator

Excel Model for oxidation of impurities in copper melts. Simulates TBRC furnace.

Slag Viscosity Calculator for silicate slags for Urbain, Zhang and Utigard Models.

For questions feel free to contact me.

Dienstag, 11. Januar 2022

Fragen, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie ein Unternehmen gründen

1. Welches Produkt möchte ich herstellen oder verkaufen?
2. Wer kauft es (Name, Adresse Firmen bzw. Anzahl potentieller lokaler Privatkunden)?
3. Welche Eigenschaften wollen die Kunden von dem Produkt (z.B. Reinheit, Größe, Schnelligkeit)?
4. Wie hoch ist der Absatz pro Monat? Kennen Sie den Unterschied zwischen Durchsatz und Gewinn?
5. Wer liefert die Rohstoffe (Name, Adresse Firmen). Gibt es Ausweichlieferanten?
6. Wer entsorgt den Abfall (Name, Adresse Firmen)?
7. Welches Grundstück ist geeignet für die Produktion (Umwelt und Hygieneaspekte) bzw. für den Verkauf?
8. Welche Mitarbeiter mit welchen Ausbildungen brauche ich?
9. Welche Geräte brauche ich, wer liefert sie und wie teuer sind diese?
10. Welche Betriebskosten habe ich mit diesen Geräten und lohnt sich die Produktion dann überhaupt?
11. Wie hoch sind die Transportkosten und Lagerhaltungskosten?

Montag, 29. November 2021

Parallel Worlds - Parallelwelten

Parallel worlds represent different lived roles with different perceptions of reality or postponed decisions. For example, one is both a child and a parent, has a second and third job, etc. This exists for everyone and represents a permissible sequencing of time (perceived parallelism).
Alternative worlds result from decisions made and roles abandoned or rejected, or even from past natural events and historical turning points. Thus, the so-called multiverse could emerge through the constant bifurcation or branching of events into various alternatives. However, this kind of "what-if" parallelization doesn't work, because it implies the multiplication of matter without providing energy, thus violating the law of conservation of energy. A universe cannot reproduce itself through "cell division"!

Even if the matter were instead sequenced—that is, shifted in rapid succession in time and space to simulate simultaneity—this would enable local faster-than-light motion, something we don't experience in reality. Sequencing or even parallelization of virtual matter is possible, however, because in virtual reality, something like storage space and backup copies exist, and extra electrical energy is provided for these.

Alternative worlds are therefore a purely human invention and are similar to "life after death." They are, like gods and superheroes, a spiritual axiom, which has no equivalent in the real world except its electromagnetic ghost image, a product of irrational logic. There is no physical evidence, only a strong human desire to undo mistakes.

Sequencing matter would only be possible through time travel. Then one could jump back and forth between timelines. Let's hope such a thing is never invented.
Literary approaches to the superimposition of information technologies of mental and mechanical nature with physical reality can be found in Jack Finney's "Time and Again," Blake Crouch's "Recursion", and Michael Atamanov's "Reality Benders". The desire-based modification of reality through mental or information-technological control is most clearly presented there. Well-known examples of desire-based pseudoscience are the Philosopher's Stone and the Perpetual Motion Machine.

Next, there's the commonplace wisdom that the future is very similar to an alternate world, because it, too, is mentally projected, albeit not retrospectively. Unlike the alternate world, however, it can actually be influenced until it becomes the present.

Now, quickly, the possibility that the entire multiverse, in all its various configurations, is not created, but already exists, including all the different decision-making paths of identical individuals. This is not fundamentally impossible, but extremely improbable. Even on our one planet, identical individuals exist only as identical twins.

The idea that an identical individual on another planet in another universe faces the same decision as the one on Earth is so improbable that even infinity would blush at the question of whether it could make it possible. In fact, quite a few similar individuals on our planet face similar decisions. So instead of searching for answers in another universe, one can start right at home.

Let's stick with the biological analogy of multiverses and cellular assemblies. If universes were truly densely packed like cells in living organisms or atoms in solids, our own universe could not expand (at speeds greater than light due to spatial expansion) without compressing or colliding with other universes. Atoms in gas, on the other hand, can move freely, and this analogy would make more sense. The multiverse would then consist of discrete clouds of matter sharing space. There's also the "brane world" theory, according to which universes are stacked multidimensionally so that they can avoid each other. It's best to wait for the evidence of this amusing story. Higher dimensions mostly serve purely mathematical purposes; real space remains 3-dimensional. Multidimensionally ordered representations can look quite messy in 3D reality. However, when our universe meets another, we'll notice it because galaxies suddenly fly in the wrong direction.

Higher-dimensional space has led many authors to the idea of hyperspace, in which it is possible to travel at faster-than-light speeds, because projections of higher-dimensional hyperspace could be rotated (or distorted or "folded") in such a way, that the distance between two points in lower-dimensional space becomes shorter.

Time is also often played around with geometrically; for example, time could take the shape of a helix, as in Matthew Reilly's novel "The Secret Runners of New York." And then, when the helix is bent, past and future overlap. The problem is that time doesn't obey any geometry at all, because it is defined by moving matter or energy, as well as by the increase in disorder (entropy). And this is exactly where the saying that "time is an illusion" fits. What we measure as time is encoded in the movements of countless atoms and objects. Neither can the entire code for any given past nor for any given future be calculated. 

And even if one could calculate this immensely complex configuration, who would get all the objects to the desired location? Relativity at least allows objects to age at different rates when they move at different speeds. This allows the flow of time relative to one another to be altered, and the aging process can be very locally limited to the faster-moving objects. That would be like "traveling into the future," but without a return ticket and therefore without any influence on the past.

Another well-known idea is the holographic universe. Does this mean that our universe is stored on some cosmic glass plate? No, not at all. Instead, this idea speaks of our universe as a projection from higher-dimensional space, i.e., a mathematical method to more simply explain the 3D universe. Of course, it would be very beneficial to the human ego, to understand the universe as information that can be manipulated and, at the same time, to assume a creator of this information. The idea of portal transport or beaming, i.e., sending objects or living beings as information, is somewhat similarly crazy. Even if we were one day able to print organic matter other than polymers at the atomic level, due to the small size of atoms, this printing process would take years, not to mention the difficulty of printing liquids three-dimensionally.

The idea that God, when creating the universe, tweaked several thousand natural constants to create a construct that is friendly to humans also fits with the idea that the universe is a potentially manipulable package of information (information theory). However, the truth is exactly the other way around. Humans defined the natural constants only after their emergence through observation of their environment. This is especially true for constants that cannot be directly measured. An interesting collection of pseudoscientific nonsense on this topic is Koji Suzuki's "Edge".

There are two other theories that are extremely challenging: the ‘intelligent universe’ and the ‘Gaia theory’. Since living and dead matter on Earth cannot always be clearly separated (see fungi and microorganisms) and fungi also have proto-intelligent arrangements with trees, the Earth in particular and, why not, the entire universe is sometimes regarded as a living being. Some go even further and call it ‘intelligent’. People like to mix in a few humanisations here, claiming that everything ‘works together’ in such an incredibly clever way. Of course, living beings need inorganic substances for their metabolism. But all these chemical and physical feedback loops only emerged after long ‘dances’ and were not created that way. You can imagine today's universe and the earthly biosphere as a ‘peace treaty’ that was only concluded after long wars and tough negotiations. 

And last but not least, the analogy to quantum theory. Indeed, bizarre phenomena occur with the smallest particles, such as communication between particles that are far apart from each other and path uncertainty in motion (multiple paths are equally probable). However, these phenomena cannot be observed in the macroscopic world. The transfer of quantum phenomena to macroscopic reality, a la Schrödinger's cat, serves only as an illustration and has no other meaning.

Conclusion: Mathematics is a humanities discipline, not a natural science. Mathematical models therefore do not necessarily have a physical meaning, even if they help calculate physical reality.
For example, physical or chemical data can be correlated using mathematical functions. These functions serve as guides to bridge missing data points. However, this does not mean that the trend of the data is necessarily described by the function type (e.g., exponential growth), because often several function types can be applied to a data cloud that describe the data approximately equally well.
Multidimensional calculations are also necessary in several sciences, for example, in chemical compounds consisting of more than three substances or elements, in material properties, or in disordered crystals. This enables calculations, but it has no spatial physical significance.


Deutsch:

Parallelwelten bedeuten unterschiedliche gelebte Rollen mit unterschiedlichen Realitätswahrnehmungen oder aufgeschobene Entscheidungen. Man ist zum Beispiel gleichzeitig Kind und Elternteil, hat einen Zweitjob, etc. Das existiert für jeden Menschen und bedeutet eine erlaubte Sequenzierung der Zeit (gefühlte Parallelisierung).

Alternativwelten resultieren aus getroffenen Entscheidungen und abgelegten bzw. abgelehnten Rollen oder auch zurückliegenden Naturereignissen und geschichtlichen Wendepunkten. So könnte durch ständige Bifurkation oder Gabelung der Ereignisse in verschiedene Alternativen das sogenannte Multiversum entstehen. Diese Art Parallelisierung „was-wäre-gewesen-wenn“ funktioniert aber nicht, denn sie bedeutet eine Vervielfältigung der Materie ohne Energiebereitstellung und verletzt damit den Energieerhaltungssatz. Ein Universum kann sich nicht durch Zellteilung vermehren.

Selbst wenn die Materie statt dessen sequenziert würde, also in rascher Folge zeitlich-räumlich verschoben um Gleichzeitigkeit zu simulieren, würde das örtliche überlichtschnelle Bewegungen ermöglichen, was wir real nicht erleben. Sequenzierung oder sogar auch Parallelisierung virtueller Materie kann allerdings stattfinden, denn in der virtuellen Realität existiert so etwas wie Speicherplatz und Sicherheitskopien und für diese wird extra elektrische Energie bereitgestellt.

Alternativwelten sind also eine rein menschliche Erfindung und sind dem "Leben nach dem Tod" ähnlich. Sie sind, wie Götter und Superhelden, ein geistiges Axiom, dem in der Realwelt nichts entspricht ausser ihrem elektromagnetischen Geister-Abbild, ein Produkt irrationaler Logik. Es besteht kein physikalisches Indiz, sondern nur ein starker menschlicher Wunsch, Fehler rückgängig zu machen.

Eine Sequenzierung der Materie würde erst durch Zeitreisen ermöglicht. Dann könnte man zwischen Zeitlinien hin- und herspringen. Lasst uns hoffen, dass so etwas nie erfunden wird.

Literarische Ansätze der Überlagerung von Informationstechniken geistiger und maschineller Natur mit der physikalischen Realität findet man in Jack Finneys "Das andere Ufer der Zeit", Blake Crouchs "Gestohlene Erinnerung" und Michael Atamanovs "Die Unterwerfung der Wirklichkeit". Die wunschbasierte Veränderung der Wirklichkeit durch geistige oder informationstechnologische Steuerung wird dort am offensichtlichsten dargestellt. Altbekannte Beispiele für wunschbasierte Pseudowissenschaft sind der Stein der Weisen und das Perpetuum Mobile.

Als nächstes noch die Binsenweisheit, dass  die Zukunft einer Alternativwelt sehr ähnlich ist, denn auch sie wird geistig projeziert, wenn auch nicht nachträglich. Im Gegensatz zur Alternativwelt kann man sie aber wirklich beeinflussen, solange, bis sie Gegenwart wird.

Nun noch schnell die Variante, dass das gesamte Multiversum in allen seinen verschiedenen Konfigurationen nicht entsteht, sondern schon existiert, inklusive aller verschiedener Entscheidungswege identischer Individuen. Das ist grundsätzlich nicht unmöglich, aber extrem unwahrscheinlich. Schon auf unserem einen Planeten existieren identische Individuen nur als eineiige Zwillinge. 

Dass gar auf einem anderen Planeten in einem anderen Universum ein identisches Individuum vor der gleichen Entscheidung steht wie auf der Erde hier ist so unwahrscheinlich, dass sogar die Unendlichkeit bei der Frage rot anlaufen würde, ob sie das möglich machen kann.Tatsächlich stehen aber auf unserem Planeten recht viele ähnliche Individuen vor ähnlichen Entscheidungen. Anstatt sich in einem anderen Universum auf einer Suche nach Antworten zu begeben, kann man also vor seiner eigenen Haustür anfangen. 

Bleiben wir nun bei der biologischen Analogie von Multiversen und Zellverbänden. Wären Universen tatsächlich dicht gepackt wie Zellen in Lebewesen oder Atome in Festkörpern, könnte sich unser eigenes Universum nicht (mit tatsächlich teilweise Überlichtgeschwindigkeit durch Raumausdehnung) ausdehnen, ohne andere Universen zu komprimieren oder mit ihnen zu kollidieren. Atome im Gas hingegen können sich frei bewegen und diese Analogie wäre auch sinnvoller. Das Multiversum würde dann aus diskreten Materiewolken bestehen, die sich einen Raum teilen. Es gibt ja auch die Branwelttheorie, nachdem Universen mehrdimensional gestapelt sind, so dass sie sich aus dem Weg gehen können. Warten wir hier am besten auf die Beweise dieser amüsanten Geschichte. Höhere Dimensionen dienen meist rein mathematischen Zwecken, der reale Raum bleibt 3-dimensional. Mehrdimensional geordnete Darstellungen können in der 3D-Realität recht unordentlich aussehen. Wie auch immer, wenn unser Universum sich mit einem anderen trifft, werden wir es daran merken, dass Galaxien plötzlich in die falsche Richtung fliegen.

Der höherdimensionale Raum hat viele Autoren zu der Idee des Hyperraums bewogen, in dem es sich mit Überlichtgeschwindigkeit reisen lässt, denn Projektionen des höherdimensionalen Hyperraums ließen sich ja so zurechtdrehen (oder verzerren oder "falten"), dass der Abstand zwischen 2 Punkten im niederdimensionalen Raum kürzer wird.

Auch mit der Zeit wird gern geometrisch herumgespielt, etwa könnte die Zeit die Form einer Helix haben, wie in Matthew Reillys Roman "The secret runners of New York". Und dann, wenn die Helix verbogen wird, überlappen Vergangenheit und Zukunft miteinander. Blöd nur, dass die Zeit überhaupt keiner Geometrie gehorcht, denn sie ist durch sich bewegende Materie oder Energie definiert sowie durch die Vermehrung der Unordnung (Entropie). Und hierher passt genau der Spruch, die Zeit sei eine Illusion. Was wir als Zeit messen, ist verkodiert in den Bewegungen unzähliger Atome und Objekte. Weder kann man den gesamten Kode für eine beliebige Vergangenheit berechnen, noch für eine beliebige Zukunft. Und selbst wenn man diese ungeheuer komplexe Konfiguration berechnen könnte, wer bringt all die Objekte dann zum gewünschten Ort? Die Relativität lässt es immerhin zu, dass Objekte unterschiedlich schnell altern, wenn sie sich unterschiedlich schnell bewegen. Dadurch lässt sich der Fluss der Zeit relativ zueinander und das Altern sehr lokal auf die sich schneller bewegenden Objekte beschränkt verändern. Das wären ungefähr "Reisen in die Zukunft", aber ohne Rückfahrkarte und deshalb ohne Einfluss auf die Vergangenheit.

Eine andere bekannte Idee ist das holographische Universum. Bedeutet das nun, das unser Universum auf irgendeiner kosmischen Glasplatte gespeichert ist? Nein, keinesfalls, diese Idee spricht statt dessen wiederum über unser Universum als eine Projektion aus dem höherdimensionalen Raum, also über eine mathematische Methode, das 3D Universum einfacher zu erklären. Natürlich wäre es dem menschlichen Ego sehr zuträglich, das Universum als Information zu verstehen, die manipuliert werden kann und gleichzeitig einen Schöpfer der Information zu vermuten. Ein bisschen ähnlich verrückt ist der Gedanke von Portaltransportation oder Beamen, also das Versenden von Dingen oder Lebewesen als Information. Selbst wenn wir irgendwann in der Lage wären, andere organische Materie zu drucken als Polymere, auf atomarem Level, aufgrund der Kleinheit von Atomen würde dieser Druckprozess Jahre dauern, abgesehen von der Schwierigkeit, Flüssigkeiten dreidimensional zu drucken.

Zum Universum als eventuell manipulierbares Informationspaket (Informationstheorie) passt auch der Ansatz, daß Gott bei der Erschaffung des Universum mehrere tausend Naturkonstanten gerade so hingefummelt hat, daß ein menschenfreundliches Konstrukt dabei herauskam. Richtig ist es aber genau anders herum. Der Mensch hat die Naturkonstanten erst nach seinem Auftreten durch Beobachtung seiner Umgebung definiert. Das gilt ganz besonders für nicht direkt messbare Konstanten. Eine interessante Sammlung pseudowissenschaftlichen Unsinns dazu ist Koji Suzukis "Der Graben". 

Es gibt noch zwei andere Theorien, die ungemein anstrengen: das "intelligente Universum" und die "Gaia-Theorie". Da man auf der Erde lebendige und tote Masse inicht immer sauber voneinander trennen kann (siehe Pilze und Mikroorganismen) und es bei den Pilzen auch quasi-intelligente Arrangements mit Bäumen gibt, wird die Erde im Besonderen und, warum nicht, gern auch das ganze Universum als ein Lebewesen angesehen. Dann geht man noch weiter und nennt das "intelligent". Hier mischt man gern noch ein paar Vermenschlichungen hinein, alles würde ja so ungemein klug "zusammenarbeiten". Natürlich benötigen Lebewesen anorganische Substanzen für ihren Stoffwechsel.
Aber alle diese chemischen und physikalischen Feedback-Schleifen haben sich erst nach langen "Tänzen" ergeben und wurden nicht so geschaffen. Man kann sich das heutige Universum und die irdische Biosphäre als einen "Friedensvertrag" vorstellen, der erst nach langen Kriegen und zähen Verhandlungen geschlossen wurde. 

Und zu guter Letzt die Analogie zur Quantentheorie. Ja bei kleinsten Teilchen treten skurrile Phänomene auf, wie die Kommunikation zwischen weit voneinader entfernten Teilchen und die Wegeunsicherheit bei der Bewegung (mehrere Wege sind gleich wahrscheinlich). Diese Phänomene lassen sich aber nicht in der makroskopischen Welt beobachten. Die Übertragung von Quantenphänomenen auf die makroskopische Realität a la Schrödingers Katze dient nur der Veranschaulichung und hat sonst gar keine Bedeutung.

Fazit: Die Mathematik ist eine Geisteswissenschaft und keine Naturwissenschaft. Mathematische Modelle müssen also nicht unbedingt eine physikalische Bedeutung haben, selbst wenn sie die physikalische Wirklichkeit berechnen helfen. 

Ein Beispiel: physikalische oder chemische Daten lassen sich durch mathematische Funktionen korrelieren. Diese Funktionen dienen als Hilfslinien, um fehlende Datenpunkte zu überbrücken. Das bedeutet aber nicht, dass die Tendenz der Daten zwingend durch den Funktionstyp (zum Beispiel exponentielles Wachstum) beschrieben wird, denn oft kann man mehrere Funktionstypen durch eine Datenwolke legen, die die Daten annähernd gleich gut beschreiben.

Auch mehrdimensionales Rechnen ist in mehreren Wissenschaften notwendig, zum Beispiel bei chemischen Verbindungen aus mehr als 3 Stoffen oder Elementen, bei Materialeigenschaften oder ungeordneten Kristallen. Das ermöglicht eine Berechnung, eine räumliche physikalische Bedeutung hat es nicht.

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Gestaltung des Geistes

Was für ein schöner Titel. Aber bauen wir jetzt auf dem Vorangegangenem auf. Wir definieren den Geist als die Gesamtmenge aller Vernünfte einer Person. Der Verstand wiederum war ja schon als Summe derjenigen Hirnfunktionen, die den Input auswerten und mit den ausgebildeten Vernünften verwerten, festgelegt. Der Verstand benutzt also den Geist und der Geist beeinflusst den Verstand. Es ist also von äußerster Wichtigkeit, dass wir den Geist richtig gestalten. Dann kann ihn der Verstand so benutzen, dass er mit seiner Umwelt vorteilhaft interagiert.

Für die Gestaltung hatten wir vier Wege ausgemacht, Addition, Subtraktion, Überlagerung und Transformation, wobei die Überlagerung durchaus Schnittmengen mit Addition und Transformation aufweist. Addition und Subtraktion können wir schnell abhaken, sie stellen Wissenszuwachs und Vergessen dar. Das gesammelte Wissen sollte miteinander harmonieren, sich ergänzen, aufeinander aufbauen, das Oberstübchen also geschmackvoll möbliert werden. Spielzeuge sollten auch nicht fehlen. Es gibt Leute, die sehr viel Spaß an ihrem Wissen haben, etwa Musiker und Künstler allgemein, Mathematiker oder Humoristen. 

Transformation, also die Verzerrung des Geistes kann man wohl durch Drogen oder Askese erreichen, aber auch durch starke negative oder positive Erlebnisse. Oft funktioniert danach der Verstand nicht mehr so richtig, weil die Werkzeuge des Geistes nicht mehr das richtige Ergebnis liefern. Wichtige Verzerrungen alltäglicher Art sind positive oder negative Glaubenssätze, wie unten noch beschrieben. Diese haben einen starken Einfluss auf den Verstand.

Am interessantesten ist tatsächlich die Überlagerung. Man kann Geister mit ihren Vernünften aufeinander abbilden, vergleichen und sogar angleichen (Vorbild). Nach dem Vergleich kann man aber eventuell auch missliebiges erkennen. Besonders interessant ist es sicher, Geister mit völlig verschiedenen Vernünften abzugleichen oder anzugleichen, wie es etwa manche Schauspieler tun.

Die Brille des Geistes, durch die der Verstand die Umwelt selektiv wahrnimmt, ist eine weitere Form der Überlagerung. Und auch sie gestaltet durch Rückkopplung den Geist.

Der erste Schritt zur Geistesgestaltung ist die Inventur des Geistes oder im Spielejargon: des Charakters. Wer hat dir welche Fähigkeiten (Vernünfte) gegeben? Die ganze Familie wird abgegrast, die Freunde, die Lehrer, die Vorgesetzten, die Bekannten und ihre Hinterlassenschaften in deinem Gehirn. 

Dann kann man das schädliche Zeug aussortieren. Am schwierigsten ist dies bei tief verankerten Kindheitserfahrungen. Dort muss man mit elterlichen Strategien arbeiten, die mit kindlichen Grundbedürfnissen konkurrierten und so kindliche Vernünfte erzeugten. Bei Kindern heißen die fundamentalen (Ordnungs-) Wahrnehmungen Glaubenssätze. Aus Ihnen entstehen die ersten Vernünfte, die zur Verstärkung, Abschwächung oder Umkehrung des Glaubenssatzes dienen sollen.

Wen das näher interessiert, der kann Stefanie Stahls „Das Kind in dir muss Heimat finden“ lesen. Glaubenssätze formen durch ihre resultierenden Vernünfte den ersten und meist unbewussten Geist eines jeden Menschen und dieser kann auch schon in einem Mindset kanonisiert sein, wenn die Glaubenssätze in eine Richtung deuten. Man kann diesen kindlichen Geist gern in mehrere Entitäten unterteilen, etwa Schattenkind und Sonnenkind.

Ist man den Kinderjahren entwachsen, kann man seinen Charakter entweder nach Vorbildern oder frei weiterentwickeln. Was kann ich gut, was  macht mir Spaß, was passt noch dazu? Was ist cool? Dabei gibt es auch einige Fähigkeiten, die man ablehnen sollte, auch wenn man Talent dafür hat, zum Beispiel kriminelle oder selbstzerstörerische Fähigkeiten wie Schlösser knacken und Trinkfestigkeit.

Ganz wichtig für die Gestaltung ist die sogenannte kognitive Dissonanz, also die Differenz zwischen Wunsch und Realität (die Randbedingungen), die Differenz zwischen eigenen Wünschen und den Wünschen anderer (ebenfalls Randbedingungen). Das eigene Ego entspricht vielleicht nicht dem was man als Realität wahrnimmt oder es entspricht nicht den Wünschen der Gesellschaft oder des Partners. Kognitive Dissonanz ist immer die Gelegenheit etwas loszulassen, etwas dazuzugewinnen oder aber auch etwas zu zerstören.

Die mächtigsten Worte bei der Gestaltung des Geistes sind übrigens nicht: "Ich denke (so), also bin ich (so)!", sondern "Ich bin (so), also handle ich (so)!". Ausgehend von einem Wunsch muss man entsprechend tätig werden, um den Wunsch zu erreichen. Wunschdenken ist nicht magnetisch, sondern ein fundamentaler Ausgangs- und Ausrichtungspunkt der Selbstdefinition und des folgerichtigen Handelns. Dabei muss man meistens den Weg von Anfang her gehen und kann nur selten irgendwo in die Mitte reinspringen.

Will man zum Beispiel mit dem Rauchen aufhören, lautet der Satz "Ich bin Nichtraucher, also rauche ich nicht."

Bei der Behandlung von Depressionen ist ja ein zentraler Satz, "Meine Gedanken sind nicht ich". Dem möchte ich widersprechen. Sie sind Ich, aber mittels kognitiver Dissonanz kann man sie als fremd erklären und damit verabschieden. Ebenfalls widersprechen möchte ich der Meinung, dass man negative Zwangsgedanken nicht unterdrücken soll. Das kann aber ein sehr probates Mittel (emotional thought stopping), mit dem diese Gedanken nicht etwa priorisiert, sondern ganz im Gegenteil herabgewertet werden, bis sie manchmal verschwinden. Vielleicht ist es wichtig, dabei zu unterscheiden zwischen Problemen, die gelöst werden müssen und solchen, die gar keine Lösung (mehr) haben.

Eine literarische Verarbeitung des Themas findet man bei Dan Sugralinovs "Next Level"- Trilogie.