Dienstag, 12. Juni 2012

Unsterblichkeit

Das ist eigentlich auch so eine Frage, die sich jeder stellt, wie kann ich Unsterblichkeit erreichen, wo ich doch ein Haltbarkeitsdatum habe? Die Antwort darauf sind dabei meist entweder Kinder, in die man den gewünschten Gehirninhalt kopiert, auf dass er sich weiterkopiere oder ein Druckerzeugnis damit oder eine wie auch immer geartete Ungeheuerlichkeit, über die Druckerzeugnisse produziert werden oder irgendein Programm, ob ungeheuerlich oder nicht. Nicht ganz so Helle probieren die Feinfrostmethode. Lassen wir den Frost als direkte Methode mal weg, geht es um Meme (Informationen) und Membehältnisse, also Copypaste (die Copypaste ist keine Zahnpaste). Das ist eigentlich schon alles, mehr braucht man da nicht drüber schreiben. Um was es mir eigentlich geht, ist der Inhalt, also das Mem an sich. Welche Qualität muss es haben, damit es hartnäckig weiterlebt? Auch klar, es muss nützlich sein wie ein Schweizer Taschenmesser. Man muss einfach alles damit beantworten können. Das wäre also auch schon geklärt. Nein, was ich eigentlich wollte ist die Frage, dass, wenn man schon etwas erfindet, muss es eigentlich etwas wichtiges oder richtiges sein oder nicht? Das kommt ganz auf euren Anspruch an, ob ihr glücklich damit werden wollt oder nicht. Mal abgesehen von den wenigen manischen Glückspilzen, die über etwas tatsächlich Wichtiges stolpern und das auch noch ausarbeiten wollen, graben doch die meisten, selbst die die es beruflich tun, also die meisten Unsterblichkeitssucher nur die Scherben und Knochen ihrer Vorfahren wieder aus, also sie erfinden, was schon erfunden wurde. Der praktikable Ausweg ist dann doch, dass man sich selbst verarscht, in dem man etwas ungeheuerlich schwachsinniges erfindet, dass aber viel Spass bereitet. So wurde das Jojo erfunden! Es braucht niemandem nutzen, man kann sich toll dabei fühlen. Das Feld der Nützlichkeiten ist eng umkämpft, das des Schwachsinns ist unbegrenzt. Schaut euch nur mal all die unnützen Patente an, all die geistes- und naturwissenschaftlichen Schriften, ach was, etc. pipi ein Gorgonzolatoaster vielleicht oder Tangastringtheorie. Seht ihr das Verhältnis? Und es gibt ein Superargument! In seltenen, unvorhersehbaren Fällen wird Schwachsinn nützlich und umgekehrt natürlich auch! Fragt mal die Mathematiker (das lass ich jetz so, extra provkant) :D Das war jetzt so ein bißchen von hinten durch die Brust, aber ich hoffe, es kommt trotzdem an. Mit Überzeugung Schwachsinn zu erfinden ist einfach, lustich, man ist in guter Gesellschaft und man weiss ja nie.

Montag, 28. Mai 2012

Probleme der Menschheit - Gelöst

1. Wie löse ich ein komplexes Problem? 2. Haben wir tatsächlich immer weniger Zeit für Wesentliches? 3. Ersticken wir wirklich in einer Informationsflut? 4. Wächst der Leistungsdruck wirklich immer mehr? 5. Ist die Menge an Geld endlich und wo geht es hin, wenn es fehlt? 6. Wie kann man die Geldprobleme der Welt lösen? 1. Die Antwort auf diese Frage füllt viele Lifestyleberatungsbücher. 

Kurz und knapp formuliert lautet die Lösung: Man zerlege das komplexe Problem solange in Einzelprobleme, am besten mit einem Baumdiagramm, bis man dasjenige Problem identifiziert hat (oder die wenigen), an denen sich alle anderen aufstauen. Dieses Problem heisst dann das "zentrale Problem". Wenn es gelingt dieses zu lösen, lösen sich die anderen Probleme von allein oder zumindest leichter. 

2. Die nächsten drei Fragen hängen natürlich zusammen. Also zuerst: Nein, wir haben immer noch die gleiche Zeit fürs wesentliche. Das Problem ist nur, daß es jetzt sehr viele Möglichkeiten zur Ablenkung und zur Erreichbarkeit gibt. Die Antwort darauf ist, daß man Prioritäten setzen muss. Man muss sich klar darüber werden, was wichtiger ist, im Internet surfen, abends noch in der Firma zu sitzen oder den Garten zu giessen und mit seinen Kindern zu spielen. Die Freiheit, sein Leben richtig einzurichten hat jeder! Dennoch wird diese Verantwortung gerne weggeschoben. Man sagt sich, dass es eben so ist, niemand hätte mehr Zeit und verbietet sich selbst das Denken. Oder warum denkt ihr gibt es Leute, die in die Abendschule gehen oder nebenberuflich in einem Verein arbeiten? Richtig, sie haben sich Prioritäten gesetzt. Auch die Leute, die über Zeitnot klagen haben sich Prioritäten gesetzt, aber unbewusst. Oder sie haben sie sich setzen lassen. Zuerst also muss man sich über seine Prioritäten bewusst werden und sich dann fragen, ob das das ist, was man wirklich mit seiner Zeit anfangen will. 

3. Wie 2. Natürlich steigt die objektive Menge an Information stetig an. Aber das ist gar nicht so wichtig! Wichtig ist nur die subjektive Teilmenge an Information, die man sich selbst zuführt. So gibt es Leute, die nach der Schule nie wieder ein Buch lesen, andere sehen kein Fernsehen mehr oder schaffen sich bewusst keinen PC an usw. Was man an Information aufnimmt, sollte selbstbestimmt geschehen. Es sollte einen wirklich interessieren. Der Rest kann einem doch getrost den Buckel herunter gleiten. Man muss gar nicht wirklich "breit informiert" sein. Gewöhnlicher Weise drängeln sich die Leute sogar, einem die neuesten Nachrichten persönlich zu erzählen oder einem fachliche Probleme zu erklären, die sie selbst mühsam erarbeitet haben, falls es nötig ist. Solange man nur auch etwas zu bieten hat. Was einen wirklich interessiert, in das man gern Zeit investiert, um es zu erfahren. 

4. Auch hier sage ich: Nein. Leistungsdruck ist nämlich etwas, was mit Erwartung zu tun hat, in allererster Linie mit Erwartung an sich selbst. Natürlich erwarten auch die anderen etwas von einem, aber das ist wirklich nicht so wichtig. Wichtig ist, was man für sich selbst will und wie viel. Dem entsprechend kann man sich dann einen Platz suchen, der der eigenen tatsächlichen Leistungsfähigkeit entspricht. Egoismus zahlt sich hier aus! 

5. Die Menge an Geld ist abzählbar unendlich. Eigentlich könnte jeder soviel Geld haben, um gut zu leben. Aber es gibt leider nur ein paar Orte, die Geld aus dem nichts erschaffen können, etwa Banken, Versicherungen und Börsen. Es läuft folgendermassen. Zuerst erfindet man eine beliebige Menge Geld. Danach investiert man dieses Geld. Sollte man nicht gut investiert haben und am Ende ein Teil des erfundenen Geldes sich ins verdiente Nichts auflösen, kann man versuchen, andere dafür bezahlen zu lassen und auch dieses erfundene Geld noch in tatsächlichen Gewinn umzuwandeln. Der andere ist in der Regel der Steuerzahler. Jetzt habe ich mich um den Gegenwert herumgemogelt. Die Investitionen erschaffen natürlich den Gegenwert und der ist endlich? Denkste. Der Gegenwert kann nämlich auch virtuell sein! 

6. Natürlich gehört das Geld abgeschafft.

Mittwoch, 8. Juni 2011

"Was sind eigentlich Quasikristalle?"


Eine kurze Antwort von mir auf eine Emailanfrage zu meiner Diss., weil ja vielleicht auch allgemein interressant oder auch nicht:

Tja, ein Quasikristall ist erstmal eine intermetallische Verbindung. Das Besondere am Quasikristall ist seine Struktur. In ihr gibt es keine einzelne Elementarzelle, die eine dreidimensionale periodische Fernordnung erzeugt. Statt dessen benötigt man mindestens 2 kleinste Baueinheiten (Elementarzelle kann man das nicht mehr nennen, man redet von 2D- oder 3D-Kacheln). Diese Kacheln kann man zu beliebig grossen Ausschnitten aus dem Gitter zusammensetzen. Um Aperiodizität zu erzeugen, benötigt man Anlegeregeln, die man sich so wie die Nasen eines Puzzles vorstellen kann, die ineinandergreifen.
Mit Ausschnitt aus dem Gitter ist nicht direkt die atomare Anordnung gemeint, sondern ein diese Anordnung beschreibendes Vieleck oder Polyeder (eben die Kachel oder die Elementarzelle als kleinster Ausschnitt) und Aufbauten aus ihnen. Das besondere an der Quasikristallstruktur ist, dass man jeden dieser Ausschnitte, egal welcher Grösse, ganz wie bei periodischen Gittern irgendwo anders im Gitter wiederfinden kann, nur eben nicht über Translation.
Ein weiteres Merkmal ist, dass sich kleine und grosse Ausschnitte aus dem Gitter von der Form her ähneln (Selbstähnlichkeit bei Vergrösserung (Inflation)), auch ganz wie bei periodischen Gittern aber kombiniert nun eben mit verbotener Drehsymmetrie (bis jetzt: 5, 8, 10, 12 ) und unregelmässigen Rändern. Mit Vergrösserung ist hier der Aufbau von grossen Einheiten aus kleineren gemeint.
Die Vergrösserung von Elementarzellen mit erlaubter Drehsymmetrie (1,2,3,4,6) erzeugt nur reguläre geometrische Flächen/Körper mit periodischem Aufbau und das Verhältnis der Abmessungen der kleinen und grossen Teile ist ganzzahlig. Mit verbotener Drehsymmetrie ist das Verhältnis bei den Quasikristallen gebrochen. Das ist so, weil das Gitter statt durch Translation nun durch Inflation vergrössert wird. Bei der Inflation werden die Kacheln nach den Anlegeregeln angelegt.

Bei 8, 10 und 12-zähliger Drehsymmetrie sind die Quasikristalle nur in 2 Dimensionen quasiperiodisch, eine ist periodisch. Bei 5 zähliger Symmetrie ist das Gitter in allen 3 Dimensionen quasiperiodisch. Eine Struktur ist ein Gitter und die Anordnung der Atome darin (nennt man auch Basis). Quasikristalline Strukturen kann man rein mathematisch (!) als Schnitte von höherdimensionalen (z.B. 6D) periodischen Strukturen begreifen. Deswegen kann man auch so etwas wie eine Strukturlösung machen. Es gibt auch noch aperiodische Kristalle, die aber keine verbotene Drehsymmetrie besitzen. Bei denen sind z.B. zwei ähnliche Strukturen ineinander gewachsen. Die Form von ikosaedrischen Quasikristallen mit 5-zähliger Symmetrie ist oft ein Pentagondodekaeder, siehe selbstgeschossenes Foto oben.

Montag, 19. April 2010

1 Ostern und 2 Geburtstage

Meine Familie braucht mich nicht mehr. Diesen Gedanken hatte ich gestern Nacht.
Früher fühlte ich mich unabdingbar als soziale Schmiere, als Witzereisser, um die Atmosphäre aus mühsam unterdrücktem Frust erträglich zu machen. Jetzt sind alle erwachsen, so weit es geht auch meine Eltern und es ist eigentlich egal, ob ich noch da bin, bei so Familienaktivitäten oder nicht.

Der erste Geburtstag meiner Kleineren Schwester, die nun auch schon 24 ist, fand in ihrer grossen Wohnung statt, die sie mitten in der Stadt mit ihrem (umgangssprachlich, hehe) reichen Freund hat, der auch Hobby-Pokerspieler ist. Der ist ein schwer tätowierter und netter Kerl.
Jedenfalls sassen wir da an zwei Tischen, wie das in modernen Wohnungen so ist, die keine grossen, ausziehbaren Holzesstische mehr haben, so wie früher.
Die Eltern am Couchtisch, alle anderen am Esstisch, na klar mit Glasplatte. Man blickte kaum hier oder dahinüber, weil bei meinen Schwestern immer der Fernseher laufen muss und in dem Fall ist es einer dieser riesigen LCD Bildschirme, die so lang sind wie ausgebreitete Arme, wenn das reicht. Da hat man wirklich Mühe, wegzuschauen. Während wir Kuchen in uns hineinschoben, habe ich meine Eltern kaum wahrgenommen, eher noch die Katzen, die unseren Hundeteenie umschlichen und beschnupperten. Rassekatzen selbstverständlich. Yue sass ganz brav und artig da.
Da wir uns gegenseitig oft Haushaltsgeräte schenken, waren die Eltern den Rest der Zeit mit der älteren Schwester beschäftigt, einen Scannerdrucker am Laptop zu installieren, während die jüngere den Hund mit den Katzen zusammen fotografierte.
Nur zum Abschied gab es ein paar Worte. Ja, meine Eltern beginnen unscheinbar zu werden, meine Mutter hat sowieso ein Talent dafür, unbeweglich und unbemerkt in einem Raum zu sitzen, aber der Vater hat sich verändert. Dünn ist er geworden durch die Gicht und zerknittert im Gesicht (auch wenn das Haar wohl nie ergraut) und sagen tut er auch nicht mehr so viel.

Tja, dann zu Ostern hätte es beinahe einen Streit gegeben, mit mir und Angelica.
Ausgemacht war ja gewesen (sein), nein, in der sächsischen Schweiz herumzukraxeln aber Ostern wahr es saukalt und der Himmel schlachtschiffgrau oder, moderner jetzt, vulkanaschengrau. "Wir können doch nochmal in den Grossen Garten gehen", meinte ich und sie dazu "So werden grosse Träume klein."
Wir liefen also früh unsere Hunderunde bei etwa 4 Grad und, wie die Angelica manchmal so der Hafer sticht, sagt sie "Lass uns irgendwo mit dem Buss hinfahren. Wo, wo wir noch nicht waren." Und das ist eine schwierige Sache, denn die Umgebung hat sie schon ziemlich abgegrast.
Ich ging nun zur Haltestelle, schaute und sprach: "Der einzige Buss aus der Stadt heraus geht in einer halben Stunde, ich muss mal und Hunger habe ich auch."
"Aber du musst immer auf Toilette", sagte sie mit Kerkerhäftlingsverzweiflung.
Dann war nix mehr mit ihr zu machen. Wenn sie eingeschnappt ist, gibts kein Reden mit ihr, da muss man warten. Das Mittagessen durfte ich dann auch alleine machen und es verlief entsprechend freudlos.
Aaaber. Nach dem Essen kam die Sonne raus. Da konnte ich sie dann zu einem erneuten Anlauf auf die Haltestelle bewegen, ich dachte, wir könnten ja mal nach Mockritz fahren, zum Campingplatz oder so oder was. Na ich weiss, da gibts nicht viel zu sehen. Nur Acker und nackte Obstbäume. "Im Frühling ists bestimmt schön hier", sagte sie und blieb sitzen. Der Bus fur daraufhin durch die ganze Stadt. "Du möchtest wohl ne Stadtrundfahrt bis zur Endhaltestelle?", fragte ich vorsichtig. Sie nickte glücklich. Dann fuhr der Bus über die Elbe und auf der anderen Seite aus der Stadt heraus, vorbei an Hochwassermauern und alten Häusern und anderen Obstbäumen.
Da tat sie dann ein wenig furchtsam ("I feel lost") aber ich sagte "Nichts da, wenn wir schon mal da sind, können wir auch gleich bis nach Pillnitz zum Schloss fahren."
Freundlicherweise verriet uns auch jemand, wo wir dazu aussteigen mussten, denn in Pillnitz war ich vielleicht vor 20 Jahren das letzte Mal. War gespannt, wie das nach dem Hochwasser 2001 jetzt aussah!
Also Pillnitz ist ja so ein beschaulicher Schlosspark mit einer 300-jährigen Zimmerpflanze, von der man Setzlinge kaufen kann und halt einem asiatischen Schlössle und Blumenrabatten. Primeln und Stiefmütterchen. Da liefen wir durch und Angelica war selig. Wir machten Fotos mit dem grauen Hundekind, vor dem Wintergarten musste es Männchen machen und unter der Palme auch. Ein falsches Urlaubsfoto ("Schau mal, Palmen!"). Der Park erinnerte sie ein bischen an Mexico Stadt.
Auch die Sicherheitskräfte. Hoppla, wo kamen die denn her. Die gab es im Sozialismus noch nicht. Nachdem ich den Verkaufsstand mit den Setzlingen begutachtet hatte, der wie ein Garagenverkauf organisiert ist, machten wir einen weiten Bogen zum Fluss, wurden gerügt, weil wir den Hund auf das wackelige und sicher nur aussen goldene Schlossgeländer setzten. Das Schloss selber roch nach frischer Farbe und ist mit chinesischem Schnickschnack angepinselt, eine Komposition in orange und Terrakotta. Dann noch ein paar blühende Büsche und ein Ehepaar, das uns fotografieren wollte. Der Mann ist der Fotograf, sagte die Frau und der Mann sagte mit tschechischem Akzent wir söllten näher zusammenrücken, auf der Bank an der Elbe.
Wasser kräuselte sich endlos in kleinen Wirbeln.
Er konnte wirklich fotografieren, er schnitt nämlich die Beine nicht weg, aber Umgebung aufs Bild war nicht so sein Ding. Dann noch links runter zum kleinen Gondelhafen für den höfischen Verkehr (inklusive überdachter Gondel) und dann durch die ganze Anlage, unter kleinen Bögen mit Brücken darüber hindurch, zur Gastronomie. Ein Stehrestaurant mit opulenten Toiletten, weil die zum Hotel gehören. In der Imbissbude war alles schon blankgewienert, es war spät. Angelica wollte eine Schokolade. "Können wir das nicht zu Hause machen?", fragte ich. Sie erkannte meinen Geiz und verschwand genervt auf das Klo. Ich bestellte "Irgendwas, was noch da ist.", was sich als Bockwurst und schwarzer Tee herausstellte. "Sie müssen nur mit mir reden", sagte der Koch. Dann plauderte er mit seinen Kollegen, er könne sogar Esperanto und früher, in der Lehre, da hätte er für 20 Mark am Tag gearbeitet. "10 Treppen musste ich für jede Bestellung steigen!". Toller Hecht.
Angelica freute sich dann, dass ich doch nicht so geizig war und wir teilten Tee und Wurst. Die waren wenigstens warm. Wie das aber bei so Würsten ist, die den ganzen Tag im lauwarmen Wasser schwimmen, musste ich später noch einen Magenbitter drauf trinken.

Samstag, 27. März 2010

Spanisch lernen mit Angelica 2 - Rollendes R

Sprechen Sie bitte Tin Tan in diesem Video nach:



"Oiga usted senor Rodríguez,
déjeme cuidar su perro,
se lo cuido con esmero,
y hasta le compro un cencerro,
se lo llevaré para el cerro,
para que coma su berro,
y hasta le arrimo su jarro,
para que tome curado,
para que no lo agarre el perro,
le aseguro se lo amarro,
ya verá senor Rodríguez,
que seguro esta su perro."

Und danach Pedro Infante, der sagt:

"R (sprich: erre) con r cigarro,
r con r barril,
rápido corren los carros
cargados de azúcar (del ferrocarril)."

Donnerstag, 25. März 2010

Private Propaganda

Heute und hier, Bürger Athens (hüstel, prust) solls darum gehen, warum man seine eigenen Lügen glauben kann. Das doppelte Denken beginnt in der Erziehung, na klar. Da wird eine Sache vorgelebt und eine andere gefordert.
Ausserdem wird dem Kind gesagt, es müsse den Erwachsenen gehorchen, solle sich aber gegenüber den anderen Kindern behaupten (Rollenwechsel).
Das Kind lernt, das es schwach und stark, je nach Kontext, sein soll. Es sieht nun die Schwächen der Eltern, kann aber möglicherweise nicht mit ihnen darüber reden. Und es wird belogen. Es wird ihm erzählt, das Schwäche schlecht sei und dominante Reaktionen nach sich ziehe (das "Recht des Stärkeren").Diese Sachen in Kombination machen das Verhängnis aus. Das Lügen und das Negativieren von Schwäche beim Erlernen und Wechseln von Rollen.
Das kann im extremen Fall bedeuten, dass das Kind Prügel ertragen muss, die ihm beweisen, dass es schwach ist und ihm erzählt wird, dadurch werde es stärker, aber auch Aufmerksamkeitsentzug und psychische Härte erfüllen ihren Zweck.
Der Fehler der Selbstlüge, dieser Hang kann eigentlich nur entstehen, wenn sich die dominierende Macht eben nicht als fehlerhaft zu erkennen gibt. Zeigt sie ihre Schwächen offen, wird auch der Hang der dominierten Kinder zur Lüge gegen sich selbst geringer sein. Soweit so gut. Die Stärke, die wir im Leben zeigen sollen ist eine Kopie einer erlernten. Ich will eigentlich etwas zur wirtschaftlichen Förderung der Lüge und Selbstlüge sagen. Die kommt in dem schönen Wort Werbung daher, auch in Bewerbung, eigentlich herkünftig aus dem sozialen Bereich, siehe Partnerwerbung. Früher nannte man wirtschaftliche und staatliche Werbung Reklame und Propaganda. Die meisten Produktwerbungen sind schwache Form der Lügen, man habe das Beste, Schönste, Edelste erschaffen, sehet her. Und der Hersteller glaubt das irgendwann selber. Die harte Form der Lüge ist elementarer angesiedelt in der Systemkonditionierung oder fortgesetzten Erziehung in den Institutionen, bekannt unter den Wörtern Leitbild und Firmenphilosophie. Wer gedacht hat, seinen Eltern, Lehrern und Pfarrern entronnen zu sein, kommt unter Umständen zum Militär. Hier wird weiterpoliert und später im Unternehmen kommt der Rest. Los geht es bei der Bewerbung, wo gelogen werden muss, ohne rot zu werden. Später müssen die Ergebnisse beschönigt werden und die Firma präsentiert, man darf diese nicht "in den Sack hauen". Ausserdem müssen Untergebene befehligt und Befehle entgegengenommen werden, die unter Umständen im Blendschein des Leitbildes verlogen sind (Zwiespalt). Der Gerechtigkeitssinn wird, wenn er es nicht schon ist, verbogen. Vorgesetzte sind oft eine Art Elternersatz für Menschen, die unter ihren Eltern zu leiden hatten und genau diese Art von Macht wird ihnen fälschlicherweise zugestanden. Weiter zieht es sich ins Privatleben, wo es Dinge gibt, die man den anderen nicht sagen "kann". man wird zum "Ausweicher", wenn es um unangenehme Themen geht. Dieses Ausweichen kann wegrennen sein, aber auch ungemein eloquent verpackt oder Brüllen (wer schreit hat Unrecht). Warum glaubt man aber sich selbst? Weil das Gehirn einen dynamischen Speicher hat. Alles, was oft wiederholt wird, hebt sich besonders stark hervor. Es ist so schneller parat als die unbequeme und längliche Wahrheit. Das ist schon seit 70 Jahren bekannt, ne. Die Hervorhebung der Wahrheit ist ein anstrengender, energetisch aufwendiger Prozess. Um diesen Prozess durchführen zu können, müssen Voraussetzungen vorhanden sein. Dazu vielleicht nächstes Mal aber warum tut die Wahrheit denn nun weh? Weil wir durch sie unsere Schwäche erfahren, unsere Ohnmacht. Und wenn Ohnmacht assoziiert ist mit Demütigung und Furcht, ist doch alles klar. Dann wäre da noch unser Glaube an die Einheit von Macht, Schönheit, Symmetrie, Güte, Absolutheit und Einfachheit. Aber halt, hier ist was falsch. Das absolut. An etwas Absolutes zu glauben ist schlichtweg verrückt. So verrückt, das man Widerparte erfinden muss, um nicht verrückt zu werden. Der absolute Glaube an sich selbst mündet in ominöse ungückliche Umstände, die einem angeblich widerfahren genau so wie der Glaube an einen absoluten Gott im Teufel mündet. Und weil man es gern einfach möchte, braucht es auch einen privaten Teufel in Form einer Verschwörung. Die Paranoia ist geboren, wie sie in Chefetagen gerne schädlich ihre Kreise zieht.
Deswegen hat die Wissenschaft später (oder früher, wenn man die Griechen mit einbezieht) die Approximation erfunden. Approximationen haben Beschränkungen. Beschränkte (pantheistische) Götter und beschränktes Ich haben eine gesunde Basis. Absolute Wahrheiten sind Lügen.
Jaja, jetzt kommen gleich die Mathematiker und sagen, aber! Aber das ist ja ganz einfach. Solange man absolut gedachte Dinge nicht versucht, in die Realität umzusetzen, ist doch alles in Ordnung.
Der Glaube an einen absoluten Gott ist übrigens vorzüglich vereinbar mit einem absoluten Glauben an sich selbst (oder sein Ersatz-Ich oder auch sein negativiertes Ich). Der Glaube an etwas Absurdes kann nur gedeckelt werden mit dem Glauben, dass Absurdität absolut ist.
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PS: Der ganze düstere und schöngeistige Kladderradatsch der letzten Wochen gebündelt hier noch mal auf Bookrix.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Im Ich

Gestatten, Überich. Wolfgang Überich. Ich übe viel, immer übe ich.

So nach diesem Schwachsinn (ich habe mal gelesen, das der Hang zu solchen Wortspielereien direkt in die Schizophrenie führt) mal an mein Anliegen. Das mit dem Ding Ich kommt später, erstmal was über Körper, Geist und Seele. Das sind schon mal ziemlich schwammige Begriffe, Körper sind aus physikalischer Hinsicht höchst zweifelhafte Denkabstraktionen, die uns unser Auge und Tastsinn aufdrückt. Das Allermeiste davon ist irgendwelche Elektrostatik usw., Kraftfelder und darin dubiose verschmierte Sachen, die uns die Wellenmathematik nicht zeigen will.

Die Seele etwa wäre, zurück zur Metaphysik, das schwierige Komposit aus Hirnteilen und dem Körper (viel viel Bauch), die erzwungene Zusammenarbeit, gehüllt in Signale, die fuer unser Bewusstsein nur selten in Form von Schmerzen eindeutig deutbar und wahrnehmbar sind. Ist there anybody out there? Oh ja. Ansonsten könnte man ja auch Schlachtereiabfälle nebeneinanderlegen wie Frankenstein.
Der Geist schliesslich ist das Zusammenspiel der Hirnteile, der archaische aber superschnelle actio-reactio Teil und dann da der neue analytische Flügel der grauen Masse, den man nicht so gern benutzt (so wie ja auch manch andere Architektur auf dem Reissbrett besser aussieht) und anderer, sehr wichtiger Kleinkram wie Glückshormonverteiler.
Gern würden Seele oder Geist ohne den Körper auskommen, dieses schleimige, bröckelige Gefährt.
Die Seele schwappt darin herum, die Wellen brechen sich und es regnet Seelentropfen. Manchmal möchte sie einem von innen die Augen auskratzen um zu entfleuchen oder auf der Zunge weghüpfen, er hat sich die Seele aus dem leib ge... was auch immer. Der geist quillt lieber aus den Ohren oder den Fingern. Man sieht schon, es gibt da bevorzugte Fluchtpunkte. Während ein Teil also notwendigerweise entkommt, hat die Natur schon vorgesorgt und vor uns das Backup erfunden, regelmässige Speicherroutinen, die so etwas wie Beständigkeit erzeugen sollen.

Die Statik ist aber schon in ihrer kleinsten Form hinfällig, wie ja bereits angedeutet und das Hirn macht da keine Ausnahme. Trotzdem hat der bürger ja eher Angst vor Veränderungen, die im Vergleich dazu geologischer Natur sind. Internet. Minirock. Hiphop. Komasaufen. Einige zartbesaitete Physiker haben die viel realere Angst, dass der fein getunte Quantenmotor ins Stottern geriete. Dann mal gute Nacht sagen sie.
Dieses ganze Herumgespiele mit Beschleunigern und Licht-zeitmaschinen lässt sie manchmal fahrig zitternd aus ihren Teddybärträumen aufwachen. Weil der Teddybär von einem Strangelet gefressen wurde. Aber eigentlich zu etwas ganz anderem, den me, myself and i`s.
So wie die menschheit aus vielen Individuen besteht, hat auch der Mensch im Kopf einen inneren Zoo, zuerst mal Reptil und Säugetier, das ist offensichtlich, aber auch links und rechts und anderes. Diese Gehege müssen koordiniert werden, mit mehr oder weniger Erfolg, was dann aber beides gut und schlecht sein kann und dazu geführt hat, dass die geistigen Konfigurationen der Menschheit längst so komplex sind wie eine Artenvielfalt. Das andere wäre das innere Team. Zum inneren Team muss ich kurz ausholen und nochmal zu den Organen zurück. Auch die sind ja ein innerer Zoo. Kleine klumpige blinde Tierchen, die es sich in Ihnen gemütlich gemacht haben. Wie Bandwürmer, aber nützlicher. Für die Kommunikation mit diesen Tieren gibt es wahrscheinlich auch im Hirn Schaltstellen und damit eine Art virtuelles Abbild. Ob das jetzt 100 Prozent wahr ist, weiss ich nicht, stelle es mir halt so vor. Sie glauben nicht, dass ihr Körper mit Ihnen redet? Das merken sie erst, wenn sie kränklich sind, welche kleinen Botschaften da in ihrem Kopf rumwuseln und sie ängstlich und vorsichtig machen.
Wichtiger ist mir der Vergleich zur Umwelt.
Die Umwelt und unsere wichtigen Bezugsmenschen sind der Zoo, den wir äusserlich täglich managen wollen. Dafür gibt es auch innere Abbilder, die wiederum uns steuern. Das innere Kind, die innere Mutter, den inneren Vater, Chef, blabla. Und dann sind da noch die Rollen, die wir spielen und quasi auch eigene Instanzen sind.
Die alle sprechen in uns lauter oder leiser und man sollte ihnen zuhören, mehr oder weniger allen. Diese Leute haben alle äussere Entsprechungen, sogenannte Vorbilder schlechter und guter Natur. So und nun zur wichtigen Frage. Wer hört denn eigentlich zu? Das wäre das sogenannte Überich, der Präsident. Wer aber sagt, dass dieser Herr nicht auch nur einer von den anderen ist? Hmmm?
Eine sache, die das Hirn gar nicht mag, ist verloren zu sein, dass ist eine kindliche Notwendigkeit.
Diese Prägung lässt uns zeitlebens nicht los und macht uns sozial und kartenfreundlich.
Ein anderes Fass oder der Bodensatz sind die Gene, die schon wieder auf die molekulare Ebene herabführen. Verknäuelte Moleküle sind unsere eigentlichen Herrscher, sagen manche. Weil sie sich kopieren wollen. Dabei kann ein Gen nicht denken (ein Gedanke kann aber auch nicht denken) und damit ist eigentlich schon alles zum Dilemma gesagt. Der Mensch wäre als erstes dazu in der Lage, den genen ihren Platz zuzuweisen. Sie werden platziert.
Macht er auch. Nur zu. Ausgeschwafelt. Aber wir sprechen uns noch. Also ich mich, ganz blogophren.

Freitag, 15. Januar 2010

So lacht das Leben

Die grossen und kleineren inneren Abrechnungen (oder man nennt es auch die Klospühlung der Träume) kommen ja bei allen Menschen mehr oder weniger regelmässig. Also, es wurde ja schon verkündet und wer es noch nicht mitbekommen, dass das ganze schöne Leben, in dem man so kleine Kleckereien baut, irgendwann mal ohne würdiges Ende abgetrennt wird. Der Tod steht da mitten im Leben, der hält nix von Pathos. Der hackt den Faden ab, ob du vom Klo runter bist oder nicht, nichtwahr? Und danach kommt die Humuswirtschaft. Und eben nicht der liebe Gott oder andere Entitäten. Das bischen Biostrom im Kopf reicht nicht, um irgendwas in den Himmel zu beamen. Jedes Mobiltelefon hat in dieser Hinsicht mehr Esprit. Alles was du hast kommt in Tüten, und du auch, und wird verkauft oder verbrannt, und du auch, je nach dem. Deswegen kommen die Abrechnungen. Wahrscheinlich bekommt man die erste Abrechnung durchschnittlich nach der 30. Geburtstagsfeier, gerüchteweise jedenfalls. "Was hast du bisher aus deinem Leben gemacht du Schnösel, Computer gespielt? Jahaha, hab ich mir gedacht. Und sonst? Bier getrunken, fleissig fleissig. Ah, Bücher gelesen die andere geschrieben haben, ah oh, schön. Warst du wenigstens mal ehrlich zu dir selbst, nein? Nein? Und Fortpflanzung auch nicht und nennenswertes anderes? Warum? Weil du nur eine Chance hast, du Depp!" So oder ähnlich klingt der Inhalt der unsichtbaren Kettenbriefe. Aber das ist ja nur so das Vorgeplänkel. Später dann wird es komplizierter. Geht man nämlich auf die Forderungen ein, steht im nächsten Schreiben folgendes: "Danke für deine Anstrengungen, aber mach mal hin!" Und irgendwann, wenn man, redlich sich abgestrampelt, schliesslich weisshaarig und schütter den Preis für das Lebenswerk annehmen sollte, kommt die letzte knappe Botschaft "Wozu überhaupt der ganze Aufwand? Finales hahaha über dich." So in Kurzform. Das ist es also, das Ende das Lebens. Es ist immer bei einem und macht einen fuchtig. Weil es ein arbeitsloser Gammler ist, der nichts anderes zu tun hat, als dich ständig zu nerven und dem nichts recht ist, tust du nix, ist schlecht (Ehrgeiz), tust du was, ist auch nicht schön. Was dabei herauskommt ist das Mittelmaß. (Tusch!) Und jeder hat seinen eigenen kleinen Gevatter, er schaut euch aus euren Lebensversicherungen an, aus euren Kindern, aus dem Spiegel usw. Besonders gern geht er mit einem zum Arzt. Sieht also ganz so aus wie jemand, der Beschäftigung braucht aber sich um irgendwelche falschen Sachen kümmert. Deswegen muss man, nur dem Seelenfrieden wegen, was ihr sonst macht, ist mir egal, den Gevatter Tod für sich arbeiten lassen (nicht Briefe austragen!) Und zwar er für euch und nicht ihr für ihn. Gebt ihm eine lange, komplizierte, blöde Aufgabe, Teppichknüpfen, Töpfern, Schreiben (ha!!!) oder eure Seele unsterblich machen oder so* oder die GUT mit der Schwerkraft vereinigen. Mit ein bischen Nachdenken findet ihrs schon raus. Immer wenn er meckert oder rote Cabrios möchte oder einen 30 jahre jüngeren Sexpartner könnt ihr in dann fragen: "Und du, bist du schon fertig? Nein? Dann zieh Leine!" Und dann sollte Ruhe einkehren. Wie schrieb Erwin Strittmatter: "...in ihr saß der Tod und kümmerte sich um das Leben." Nein. Lasst euren Tod sich nicht um euer Leben kümmern. Lieber um den Abwasch. 
 
Fazit, um es verständlicher zu machen: Wann immer ihr Angst vor dem Tod habt, prüft erstmal, wer oder was euch da wirklich Angst macht und was euch als Ausweg angeboten wird. Gefällt euch das? Seid ihr wirklich damit zufrieden? Sind das nicht etwa gesellschaftliche oder werbetechnische Fallen?

* Religion ist aber so ein bischen wie russische Webseiten besuchen. Erklär ich jetzt aber nicht, kann ja auch eine schöne Sache sein. Manchmal.

Freitag, 8. Januar 2010

Der Sinn des Lebens und Feuer

Aus dem Storming Brains Forum zwei gegensätzliche Antworten von mir darauf, worin der Sinn des Lebens bestehe, und warum wir lachen, weinen und stürben:

1.
Der Sinn und das "Warum" kommt aus deinem Gehirn. im Prinzip sind wir wie alle Organismen selbstorganisierend und leben, um unseren genetischen Code an die nächste Generation weiterzugeben und ihn dabei zu verändern. lachen und weinen sind soziale mittel, die uns ein leben in einer gesellschaft zu erleichtern, aber auch, um unser komplexes gehirn in einklang mit sich selbst (es besteht aus unterschiedlich "alten" teilen und programmierungen) und mit dem körper zu bringen. gelingt das , gelingt im besten falle auch die fortpflanzung. lachen, weinen und die frage warum (als symbol für sprache und intelligenz) sind gar nicht weit auseinander. selbstverwirklichung: ein i-tüpfelchen, man kann ja mal nachrechnen, wie viele menschen auf der welt den luxus der selbstverwirklichung sich erlauben können. Sterben kannst du dir als finale physische Abnutzungserscheinung vorstellen.

2.
Jeder Mensch ist geboren mit einem unterschiedlichen Satz an physischen und psychischen fähigkeiten. dazu kommen in der kindheit erworbene vorlieben, abneigungen und fertigkeiten. damit ist man dann für einige sachen besser geeignet als für andere: arbeit, lebensart, landschaft, klima usw. und man kann mit bestimmten menschen besser umgehen als mit anderen. findet man solche bedingungen, in die man hineinpasst, erübrigt sich die frage nach dem sinn von selbst. dabei gibt es aber nicht unbedingt nur "die eine" kombination, die glücklich macht, sondern einige, die mehr oder weniger gut passen. die meisten menschen geben sich dann doch mit einer umgebung zufrieden, die teilweise unperfekt ist, solange die vorteile der guten bedingungen überwiegen oder zu überwiegen scheinen. in diesem sinne ist der sinn des lebens, bedingungen und menschen zu finden, in und bei denen sich die frage nach dem sinn des lebens nicht mehr stellt. oder andersrum: auf sinnsuche geht meist, wer unzufrieden ist.

Und Antworten auf ein paar Fragen rund ums Feuer:

Wie kann man sich Feuer von den Teilchen her vorstellen? Warum brennen manche Stoffe und manche schmelzen? Warum brennen verschiedene Hölzer besser als andere? Warum kommt es auch auf die Härte des Holzes an? Warum bleibt nach dem Verbrennen Asche übrig? Warum ist normales Feuer rot, warum besonders heißes blau? Was ist der Rauch?

von den teilchen her ist feuer eine reaktion zwischen gasteilchen (sauerstoff (hauptsächlich, aber auch andere gase können ein feuer ermöglichen) und ein "oxidierbares" gas). der sauerstoff nimmt von den anderen teilchen 2 elektronen weg. und verbindet sich mit diesen zu einem oxid. das oxid kann fest sein, dann ist es asche oder auch flüssig wie etwa wasser (das jedoch aus einem feuer gasförmig entweicht! und später kondensiert) oder direkt gasförmig wie kohlenoxide oder schwefeloxide. es gibt eigentlich jetzt nicht das holz, das besser brennt als solches, sondern eher hölzer, die sich schneller entzünden und solche, die länger brennen und höhere temperaturen liefern. schnell brennen hölzer, die viele flüchtige brennbare flüssigkeiten und harze enthalten. beim verbrennen des holzes entsteht auch (neben wasser) noch brennbares, was man sogar destillieren kann (holzbenzin). damit sind früher autos herumgefahren, auch öle und teere (die den charakteristischen räuchergeruch ausmachen) das passiert alles, weil sich die zellulosen des holzes hauptsächlich von wasser trennen, man nennt sie ja auch kohlehydrate, also kohle+wasser auf deutsch. so verbrennt erst das leichtentzündliche gas (etwa methanol oder ätherische öle), welches bei niedrigen temperaturen siedet, dann immer höher siedendes und zum schluss der kohlenstoff selbst (holzkohle), deswegen muss man manches holz auch erst mit anzünder vorerhitzen, damit es brennt, wenn es selber nicht so viel leichtentzündliche stoffe hat. ein weiterer wichtiger faktor für die entzündlichkeit ist oberfläche. gut gespaltenes oder auch verwittertes holz brennt deswegen besser. die farbe des feuers kommt von der temperatur, dem anteil des sauerstoffes in der flamme (blau, viel, gelb, wenig), den materialien, die der zu verbrennende stoff enthält (Kohlenstoff, Metallsalze), weitere faktoren können dir andere bestimmt noch sagen. rauch sind einmal feste oxide (zum beispiel kaliumoxid), im prinzip ist in der hinsicht rauch und asche dasselbe, nur ist rauch feiner. zum anderen kann wasser drinn sein und, wenn er schwarz ist, kohlenstoff (russ). damit sie brennen können, müssen stoffe erst gasförmig sein, dafür müssen sie meistens erst mal schmelzen und dann noch verdampfen. stoffe, die sich nicht mit sauerstoff verbinden, schmelzen meist auch, verdampfen sogar aber, da sie keinen sauerstoff mehr aufnehmen können, brennen sie nicht (etwa wasser oder glas). daneben gibt es auch noch oxidation ohne flammen, etwa den berühmten schulversuch mit dem entzündete magnesium. dieses glüht sehr hell, entwickelt aber keine flamme, da kein gas frei wird. kohlenstoff selber kann auch keine brennbaren gase mehr freisetzen, deswegen glüht kohle hauptsächlich. mit wasser wiederum fangen einige metalle zu brennen an, weil aus dem wasser wasserstoff freigesetzt wird, der mit sauerstoff verbrennen kann (sogenannte knallgasflamme).

Donnerstag, 7. Januar 2010

Die Welt in 50 Jahren

Letztens suchte ich im Internet herum nach Büchern oder Seiten, die dieses Thema haben. Natürlich fand ich recht Unterschiedliches. Immer noch dabei der ungehemmte Fortschrittsglaube a la in 50 Jahren werden wir alle ewig leben, von Robotern bedient und Bücher in 5 Minuten lesen. Und natürlich auf dem Mars leben usw.

Zweite Kategorie: Die Pessimisten: in 50 Jahren ist die Welt heiss wie Hölle, alle Küstenstädte sind verschwunden, Strom, Trinkwasser und Benzin gibts nur noch auf Zuteilung, wir fahren wieder mit Pferdefuhrwerken und Segelschiffen. Diese Leute haben zumindestens eines begriffen, dass es bald einen Zivilisationsengpass geben wird. Und der wird schwierig. Möglicherweise bleiben die Roboter und die rollenden Gehsteige da auf der Strecke.

Dritte Kategorie: Die Kriegslüsternen. Gehören eigenlich auch zu zwei, prophezeihen aber zusätzlich alle naselang Ausnahmezustände und Bürgerkriege.

Viertens: Die Wirtschaftsfreunde. Sie bauen auf grenzenloses Wachstum der Weltwirtschaft durch globale Waren- und Menschenströme. Sie möchten auch Arbeiter wie Ersatzteile in ihren Fabriken weltweit verteilen und an Börsen ersteigern.
Sie mögen Flexibilität immer gern noch ein wenig flexibler. So James Bond-flexibel, aber am Fliessband dann eben. Projekte werden, der Sonne hinterher durchs Internet und per Jet um den ganzen Globus geschickt.
Ach, das ist ja schon so. Aber bald nicht mehr, sagen die zweier.

Dann noch die Kommunikationsfreaks: ist schon klar, bald ist der Computer nur noch ein kleiner Anhänger, den wir mit uns herumtragen und per was weiss ich sind wir ständig im Netz und alle verlinkt als Schwarmintelligenz. Per Videotapete können Leute aus aller Welt in unserem Wohnzimmer sitzen und uns zutexten. und so weiter.

Und die Esotheriker: die Welt wird ja beständig aufgeklärter durchs Internet und deswegen haben dann irgendwann alle die gleichen Chancen und wollen auch keinen Krieg mehr machen und weisen ihre Regierung im Falle des Falles höflich darauf hin, das sie Scheisse baut, weil es ja im Land XY augenscheinlich besser klappt und wissen auch selbstverständlich warum. Dann werden alle Waffen eingesammelt, das Brot geteilt und das Geld mit Verfallsdatum versehen.
Mal sehen, was mir noch so einfällt oder ich Schräges zum Thema finde.

PS: Ich möchte daraufhin weisen, dass der häufigste Suchterm meiner Blogbesucher hier "Silvester Single Party" und Ähnliches ist und ich nichts dagegehabe, aber auch nicht weiss, was man Sylvester allein machen soll. Oder doch? Hier ein Tipp: besorgt euch elf Bier und eine Flasche Schnaps und bleibt schön im Warmen zu Haus (zu Sylvester will eh keiner anbandeln, weil das so bedürftig wirkt). Die elf Bier trinkt ihr bis um zwölf und in den letzten zwölf Sekunden noch 12 "Kurze" (klar schon vorbereitet zum schnellen Trinken). Ich schwöre, dass ihr euch am nächsten Tag an nix mehr erinnert und denkt, ihr hättet eine grossartige Party und so weiter. Bis zum nächsten Sylvester dann also: Frohes Neues Jahr!

Häusliches Idyll






























Gepinselt von der Angetrauten. Ihr könnt ruhig neidisch sein :D

Kleine Szene:

Sie: Ok, ich bin reich.
Ich: reich?
Sie: -tippt auf den rechten Arm- Ja, ich bin reich.
Ich: -Grübel- Ahh, rechts!?
Sie: Jaa, ich bin rechts!
Ich: Habe! Du hast Recht!

Montag, 4. Januar 2010

Der kleine Bauchtrick

Seit Wochen sehe ich diese blöde Werbung mit dem angeblich einen alten, komischen und bizarren Trick zum Abnehmen durchs Internet flattern. Wenn man dieser Werbung folgt, bekommt man eine typisch amerikanische Vorbereitungshirnwäsche ala "Kaufmichundichlassdichwiederinruhe" von äh, einem amerikanischen Ehepaar, wer hätte das gedacht, das mal fett war, na so was. Es wird beschworen, dass man nie wieder Bücher lesen braucht oder unwirksame Kuren usw. ausprobieren und es gäbe da wirklich nur diesen einen Trick. Naja zum Schluss ist es doch ein Buch oder neuerdings eine DVD, welche man kaufen und lesen soll und dass nicht eine, sondern 10 Regeln beinhaltet. Weil eine hätte man ja auch so sagen können. Und ich sage sie euch jetzt. Nein sogar zwei. Also der eine bizarre Trick ist: weniger essen. Wow! Ein Riesenknaller was? Das Wenigessen wird von vielen Naturvölkern mit Erfolg betrieben. Männer und Frauen sind natürlich schlank!
Ist egal, was ihr esst. Nur weniger. Ihr werdet schon sehen, wenn ihr einmal angefangen habt, läuft das von selber, man kann sogar richtig süchtig werden. Also auch hier bitte aufpassen.

Und der zweite Trick ist: Bewegung. Ein zweiter Applaus bitte. Auch bei den Naturvölkern abgeschaut natürlich. Schamanengeheimnis. Bewegung macht schlank, wichtig ist aber, mit den eigenen Füssen oder Händen. Ach ihr dachtet mit dem Auto, was? Nein, oder ok, ja, aber nichts zum Essen mitnehmen!

Aber Gehen zum Beispiel ist das Beste. Aka walken. Mit den eigenen Füssen. Das tun nur Pfadfinder? Wenn ihr euch da mal nicht irrt. Gehen ist wieder Luxus. Zum Beispiel zum Supermarkt oder zum Arbeitsplatz. Eine Stunde jeden Tag. Bizarr oder?

Apropos Bewegung. Beim Fernsehen hat man ja mit den Händen oft nichts zu tun. Dann ißt man. Das auf keinen Fall machen! Zum Fernsehen besser altbewährt stricken, die Männer können ja Eisen flechten oder Kronenkorken verbiegen.

Freitag, 1. Januar 2010

Der Hund und

Also jetzt über die Hundedame Yue. Wie man sich denken kann, ist sie irgendwo in Mexico-Stadt auf die Welt gekommen und wurde von einem schwarzen Kater erzogen. Deswegen benimmt der Hund sich auch wie eine Katze, leckt sich die Pfoten, reibt sich an Hauswänden und kickt im Liegen mit den Hinterbeinen. Als Kind war ihr Fell dann auch immer nass, weil sie ständig beleckt wurde oder sich selbst ableckte, ein grauer fusseliger Dauerlutscher. Angelica musste ihr auch beibringen, dass man nicht die ganze Welt verbellen kann. Später hat sie sie dann mit auf ihre Designerarbeit mitgenommen, wo sie nur noch den Chef verbellt hat. Naja mit einigem Papierkram übersiedelte Yue mit ihrem Frauchen. Vom ersten Haufem auf deutschem Boden ging es mit ihrere Karriere steil bergauf. Der Kater kam leider nicht mit nach Deutschland, weil ich allergisch gegen Katzen bin. Leider ist er ein Jahr später an Katzenleukämie gestorben. Wo immer wir sind, ist Yue der Star und wir zwei nur Statisten. "Och ist der süss!" hören wir so 3 mal täglich und damit bin leider nicht ich gemeint. Ungezählt die japanischen und amerikanischen Touristen, die sie fotografiert haben und leider auch die rührseligen Omas. Keine Ahnung, wie oft schon einsame Rentnerinnen mit der Leine in der Hand vor dem Geschäft standen, das wir gerade noch rechtzeitig verlassen hatten. "Ich wollte wirklich nicht," stammeln sie dann immer ",...aber der Hund sah so verwaist aus. Und hat so vor kälte gezittert, ich habe gedacht, den hat jemand vergessen..." Ja darin ist Fräulein Yue nämlich Grossmeisterin. Kaum sind wir ausser Sichtweite, setzt sie ihren "Ich-bin-allein-auf-der-welt"-Blick auf und fängt vor Aufregung an zu zittern. Hat sie dann noch ihren rosa Pulli an, ist der Nimm-mich-mit Effekt perfekt. Als ich letztes Jahr wegen der Hüftoperation die Krücken hatte, stand ich mit ihr mal vor einem Bekleidungsgeschäft, in dem sich das Frauchen verlustierte. Und wenn ihr irgendwie einsam seid, kann ich euch nichts besseres vorschlagen, als euch mit Krücken und einem kleinen Hund im rosa Pulli vor ein Bekleidungsgeschäft zu stellen, werte Herren. Ich badete quasi in Aufmerksamkeit :D Tja, was kannn man noch sagen. Der Hund ist sehr nervös und knurrt gern bei Geräuschen. Auch wenn ich nur im Bad herumklappere. Und wie es sich für Stars gehört, macht sie auch ihr Geschäft gern in der Öffentlichkeit, gern inmitten vieler vorbeistreifender Menschen, die sagen können: "Schau mal, der Hund hat..." Ja genau. Klar mag sie Schnee, da beisst sie herzhafte Stücke raus, springt drin herum und ausserdem ist der Schnee ein Tiefkühlfach für alle Hundemarkierungen, die News bleiben taufrisch. Yue ist übrigens weder besonders klug, noch kann sie gut hören, sehen oder riechen. Wenn sie im Dunkeln jemanden finden soll läuft sie schon mal gern ein Meter am Ziel vorbei, rennt aufgeregte Runden und lässt sich nur durch rufen und winken wieder auf Kurs bringen. Naja das ist ja auch nicht so wichtig. Hauptsache sie ist tres chic!

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Die Botschaft



Die Angelica müht sich ja nach allen Kräften, in Deutschland integriert zu werden aber vorerst muss es noch der mexikanische Pass tun. Unter einigen Sachen, die sie im Umzugstrubel von Mexiko-Stadt nicht mehr erledigen konnte oder vergessen hat ist, den Pass zu verlängern. Der lief nun justament dann aus, als sie das 3 Jahresvisum beantragen wollte, der den deutschen Verwaltungsmarathon krönen sollte. Also mussten wir nach Berlin. Dahin sind wir mit der Mitfahrgelegenheit gefahren. Und weil wir beide wirklich sehr vergesslich sind, setzte sich ein lustiges Schauspiel in Gang.
Kaum in Berlin angekommen und einen warmen Bahnhofsimbiss im Bauch (ich glaube, es war Januar), gingen wir gleich zur Botschaft. Die mexikanische Botschaft ist ein witziges Gebäude, ein bischen wie ein majestätischer Fächer oder eine Welle. Sehr ästhetisch. Wärend die deutsche Botschaft in Mexico eher klein und hässlich ist.

Die Tür ist, wie es sich bei einer Bastion gehört, bei der mexikanischen Botschaft sehr klein, dick und aus Metall.
Darüber hängt ein argwöhnisches Kameraauge. Da hält man seinen Pass davor und wird reingelassen. Im Innern ist dann alles sehr entspannt, hell und tropisch akklimatisiert. Ein pflanzenüberwuchertes Atrium. Na, egal, wir fuhren eine von 2 Etagen mit dem Fahrstuhl und waren schnell dran. Neben uns sassen andere deutsche Ehemänner mit ihren mexikanischen Frauen. Wir waren ein kleiner verschworener Club hier drinnen. Ich möchte gar nicht wissen, wies in der russischen Botschaft zugeht, wahrscheinlich wie in der Metro.

Dann fragte die Frau am Schalter nach den 100 Euro. Und Angelika sagte, zu mir "die habe ich vergessen." "Ja wie vergessen, du vergisst das absolut wichtigste?" Ja, genau. Weil die in der Botschaft keine Schecks oder irgendwas haben wollen, nur bares, rückten wir wieder ab. Zur Bank. Auf ihr Konto konnten wir nicht, weil die Sparkasse uns eine Karte ohne Geheimnummer geschickt hatte und wir die gerade umgetauscht hatten. Also zur Dresdner Bank.
Im Botschaftsviertel gibt es keine Banken, man muss schon ein bischen Laufen. Ich zu der Zeit noch auf Krücken mit Eispickeln unten dran.
Wie sich herausstellte, war mein Konto auch leer. Na gut dacht ich, so ein kleiner Vorschuss wird wohl zu machen sein. Aber weil sich auch die Dresdener Bank schon inzwischen in Commerzbank und Allianzbank aufdröselte, sollte ich zur Zentrale gehen. Am anderen Ende von Berlin. Die Zeit hatten wir nicht mehr, weil die Botschaft nur von 9-13 Uhr aufhat. Also doch zur Sparkasse. "Auf dem Konto ist Geld, wir haben nur gerade keine Karte. Wir können uns auch ausweisen." Nix da. Ohne Geheimnummer ist nix drin. Das Geld ist deins aber eben doch nicht richtig.
Nun noch ein Versuch mit meiner Kreditkarte. Aber die ging plötzlich auch nicht mehr... Denn die Karstadt Quelle Bank hatte mir wegen 300 Euro Rückstand die Karte gesperrt. Muss man auch erst mal wissen, so ohne Benachrichtigung. Schliesslich gibt es keine Situationen, in denen Geld unverhofft sehr wichtig ist. Nachdem ein Versuch, sich noch privat in Berlin Geld zu borgen scheiterte, erklärte ich die Messe für gelesen. Nun konnten wir nur noch einmal bei der Botschaft betteln. Nach Erklärung der verzwickten Sachlage und vorteilhaftem zur Schau stellen der Krücken durften wir per Rechnung bezahlen. Na also. Dann besuchten wir noch eines der sicherlich bald letzten Musikgeschäfte und gingen Mittagessen. Das Restaurant war ein futuristischer Disco-Bau mit Chrom und getönten Scheiben, nur eben umfunktioniert. Drin gab es deutsche Küche von einem Balkankoch. Schmeckte auch gut, obwohl die Sosse verdächtig nach Bohremulsion aussah. Gesättigt trotteten wir zur Abholerei an eine Tankstelle. Wir erwarteten ein volles Auto mit uns und zwei Mongolen. Die Mongolen kamen aber nicht und ihre Handynummer funktionierte auch nicht. Zu dritt war es dann sehr nett im Wagen. Der Fahrer führte unentwegt Arbeitsgespräche über eine "ungeheuerliche" Angelegenheit über die Freisprechanlage. Mitfahrgelegenheit im Dienstwagen anbieten scheint ein beliebter Sport zu sein. Ich fragte ihn dann noch ein bischen über die Marktlage in der Krise, bezahlte den Fahrpreis komplett in 2 Eurostücken aus dem Fahrscheinautomat und dann hiess es nur noch den Hund befreien, der, bis auf eine Gassipause mittags, den ganzen Tag um uns gebangt und geweint hatte.

Der Elefant im Raum

Ok, nach dem ersten eher missglückten Versuch noch ein Versuch, über den Elefanten zu reden. Und über die Umwelt. Also zuerst über die Umwelt. Wenn man das versucht, gerät man ja schnell in die Predigtform, die sich nach hintenrein selbst erledigt, weil man ja ipso ergo auch ein Umweltschwein ist (das Umweltschwein ist nicht das Grippeschwein, nur so). Jeder einigermassen denkende Mensch weiss, dass unsere Art vom Grunde auf verkommen und verrottet ist und alle Appelle zwecklos. Nur Gesetze wirken, hinter denen Polizei und Gefängnis steht. Und auch das hilft nicht immer. Oder ja, Geldgeschenke sind auch gut.
Wäre man ein braver CO2-freier Engel, würde man sofort in wärmere Gefilde ziehen und dort in einer Hütte ohne Strom und Wasser leben, um nach 30 Jahren mühsamer Feldarbeit dasselbige zu düngen. Nee, was?

Egal. Der Planet wird sich ändern, schneller als allen lieb ist. Wärmere Luft bedeutet vor allem mehr Bewegung in der Atmosphäre, sagte mir jemand, der jetzt im Irrenhaus sitzt. Mehr Stürme, mehr heftige Niederschläge (auch Schnee, Schnee ist auch ein Niederschlag!), wann und wo man es nicht erwartet und wenn man es erwartet, dann nicht. Aber vorher kommt der Elefant (den es ja nun in echt bald schon nicht mehr gibt, weil es in weiten Teilen von Afrika nicht mehr regnet.)
Und der Elefant ist das, was die Politiker rund um den Globus auf alle Umweltdesaster pfeiffen lässt. Klimaziele werden auf die nächste Debatte verschoben und Kriegsenden auf das Ende von Regierungsperioden. Nur deswegen.
Weil das Öl schon bald zu teuer sein soll um das zu erhalten, was sich derzeit auf unserem Planeten abspielt: 6 Milliarden Menschen. Davon sind etwa 4 ohne fossile Brennstoffe und rechtzeitige Alternativen nicht überlebensfähig. Während das so langsam durchsickern wird, wird es jede Menge politischen Aufruhrs geben. Und um das so lange wie möglich aufzuschieben und sich die letzten Ressourcen zu grapschen, führen Friedensnobelpreisträger Krieg. Während zufällig genau im Armuts- und Umweltdesastergürtel Terror und Drogen gedeihen. Nur gut ernährte Menschen sind demokratiefähig. Das ist jetzt natürlich nur so ein Klischeestatement. Auch gut ernährte Menschen haben Probleme damit, etwa als Präsident. Der Durchschnittspräsident als solches will hauptsächlich Macht und Geld. Und es interessiert ihn nicht, ob in 30 Jahren Millionen Menschen ertrinken, wenn er jetzt mit Öl und Kohle seine (manchmal sogar frei gewählte) Position behalten kann.

Natürlich spielt auch Geld eine Rolle und torpediert Auswege. In Deutschland zum Beispiel haben wenige Energiekonzerne die Macht und indirekt auch Regierungsgewalt.
Deswegen sind wir abhängig von den Russen und den Amerikanern. Die liefern uns Öl und sichern uns Öl in der Zukunft. Und die Chinesen können machen, was sie wollen, so lange sie unsere Waren kaufen.
Wegen der Energiekonzerne sind die Kraftwerke in Deutschland alles Kohlekraftwerke und abgeschriebene unsichere Kernkraftwerke. Um so mehr Energie nämlich verschwendet wird, desto mehr Gewinn machen Energiekonzerne. Die haben kein Interesse am Sparen. Oder an anderen Lösungen. Die anderen Lösungen wie Fusionskraftwerke bezahlt der Steuerzahler ganz allein. Und wenn sie dann mal funktionieren würde es mich nicht wundern, wenn sie den Energiekonzernen für lau zur Betreibung überlassen werden. Weil die ja die "Infrastruktur" mitbringen, also die Netze.

Eine Wende wird erst möglich sein, wenn die Wirtschaft nicht mehr mitregiert.
Um also nocheinmal das Dilemma zu entblössen. Um die Bevölkerung und Geldhaber bei Laune zu halten wird die Umwelt auf Teufel-komm-raus ruiniert. Die Umwelt rächt sich dann auch, aber später. Und nur dieses später zählt noch.

Warum will aber das Wir-sind-das-Volk nicht seine Regierung zur Umweltfreundlichkeit mahnen? Da gibt es folgende Gründe: Unverständnis von abstrakten Problemen wie Klimawandel, Herdentrieb (ich mach es so wie es die anderen machen und werde nicht der erste sein, der es ändert), Authoritätshörigkeit und Angst um den Job. Dazu kommt noch, dass der Mensch an sich jede Art von Unbequemlichkeit gern vermeidet.

Zur Klimaerwärmung lässt sich ebenfalls wenig sagen: Es wird heiss und trocken, alles gleichwarme Leben wird gegart. Küsten verschwinden unter Fluten. Der heutige Zustand des Planeten lässt sich beschreiben mit einem Krebskranken mit Metastasen, den man mit Diäten, Homöopatie und Pflastern kurieren will. Es wird immer noch über Gradziele geredet und Hoffnung auf Klimawenden geweckt. Keiner redet aber über die Inertia in allen Industrienationen, um die Jahrzehnte der Vorausplanung für Investitionen, Bau- und Rückbaumaßnahmen. Über die noch notendigen abzuschließenden Forschungen. Hier kann ich gleich mal, warum nicht, die Idee der Wenn-Stapel einführen. Jedes Wenn-dann reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges um 50%. Bei einem Wenn also 50, dann 25, dann 12,5 usw. Schon bei 2 Wenn (uns das gelingt, dann erreichen wir dies) wird der Erfolg unwahrscheinlich. Bei der Klimawende gibt es mehr Wenns als 2 auf dem Stapel.

Reden wir nun noch über die Begrünung der Welt durch neu gepflanzte Bäume. In den letzten Jahrzehnten wurden die Baumbetände von mehreren Millionen Jahren verheizt. Selbst wenn man also die ganze Erde mit Bäumen zupflanzt, bräuchte man nochmal mehrere Millionen Jahre für die Klimawende durch Begrünung. 

Wasserstoff als "erneuerbarer Energieträger" entsteht heute meist aus Erdgas. Die Herstellung durch Wasserelektrolyse aus Ökostrom ist eine ungeheure Energieverschwendung. Die Verbrennung von Wasserstoff, um etwa Stahl herzustellen, eher ein nettes Prestigeprojekt. Die chemische und metallurgische Industrie wird immer von fossilen Rohstoffen abhängen. Auch bei der Herstellung von Solarsilicium und Windkraftwerken werden Unmengen von Kohle und Öl verbraucht. Es wäre also ratsam, sparsam damit umzugehen.

Montag, 31. August 2009

Ach nichts!

Wie soll man sagen, daß es nichts mehr zu sagen gibt? Wie soll man sagen, daß alles schon gesagt worden ist? Und selbst diese Erkenntnis ist nicht neu. Stopp, höre ich da die Zwischenrufer, jeden Tag entdecken die Forscher etwas neues. Da kann man doch drüber reden. Könnte man. Das Übel ist, festlegen will sich da niemand. Es könnte so sein, in 10 Jahren wissen wir mehr. Warum also nicht gleich 10 Jahre warten auch mit dem darüber reden? Was bleibt dann noch? Das Alltagsgefummle. Tu dies, tu das, tu Pferdeäpfel in die Erdbeeren und Natron in deinen Kühlschrank und übrigens haben Forscher entdeckt, daß Pferdeäpfel und Natron…. Warum ich so wehleidig anfange? Weil ich die Lust verloren habe. Und zwar an allem. Ich bin nun quasi lasterfrei, ich lese keine Bücher mehr, trinke kein Bier, schaue kaum fern, kein Rauchen, nix. Warum denn auch? Was bringt das denn? Eine menge Wiederholungen bringt es, das kann ich schon mal prophezeien. Und ich hasse Wiederholungen. Und ich liebe Wiederholungen. Jeden tag renne ich zweimal mit dem Hund raus. Das ist ganz nett so. Und ich helfe der Frau beim Abwasch. Auf Arbeit puhle ich graue Krümelchen aus Patronenhülsen. Oder ich tue sie da hinein. Zur Abwechslung. Na auf jeden Fall ist es der Datenstrom, der erhältliche, der mich aufregt und mündlich beerdigt. Niemals zuvor konnte man soviel nachschauen, was andere Leute dachten oder gerade denken. Gerade denkt etwa ein russischer Namensvetter ganz ähnliches. Ist das nicht schon ein Grund zum Weinen? Ach ja, das Internet reizt mich auch nicht mehr. Gerade deswegen. Vorbei ist es mit dem Mikrokosmos, hallo, Schwarmintelligenz. Alle denken dasselbe alle denken dasselbe … dieses Mantra bitte 1000 mal wiederholen. Früher mußte man Informationen regelrecht abbauen, in Bibliotheken (Kinderarbeit!) oder aus dem Radio oder dem Fernsehen mitschneiden. Da gab es noch Lieblingskassetten und so. Heute ist alle aus Wiki rauskopiert oder eben Uniskripten und es ist ja auch so richtig und so gut und so alles gleich (ach ist schon jemandem aufgefallen, daß die großen Lexikahersteller eben dieses nicht mehr tun?) ! Das ist es ja. Datenwürste walzen sich durch den Brägen und werden wieder ausgeschieden. Und was bleibt denn, was bleibt denn bitteschön? Ein Papagei bleibt, auch das kann ich schon mal verraten. Und die Musik und die Filme könnte man in der Piratenbucht gleich im Zehnerpack runterlutschen, wenn man denn wöllte. Schwups her mit dem Lebenswerk des Künstlers, von der Wiege bis zu Bahre bitteschön. Einmal das ganze Leben bitte, es hält ja doch nur für eine Woche. Maximal. Und deswegen will ich das auch nicht. Um schon zum letzten Punkt zu kommen: was bringt es eigentlich, darüber zu gackern? Was ist jede Art von Lebensdarstellung, Satire und Ironie, gerade im Internet? Selbstbeweihräucherung ist das und Eitelkeit. Man nimmt eben an, das die eigenen so großen Gedanken doch einer liest und drüber lacht. Aber was man gleich vergessen kann, ist, daß das irgend etwas ausmacht, aber auch nur irgendwas. Der mühsam zusammengezimmerte Forumsbeitrag ist genau so Zeitverschwendung wie Origamihütchen falten, wobei solche Hütchen wenigstens noch gut aussehen. Und deswegen gehe ich gern mit dem Hund raus. Nicht, daß es da was neues zu sehen gäbe. Gebäude, Autos und Menschen eben, dasselbe Gewusel wie jeden Tag. Nee, was ich mir angucke, ist nur der Hund, wie er so von einem Bein auf das andere wackelt und manchmal an Sachen riecht. Für den ist das alles ganz aufregend. Jeden Tag. Und manchmal guckt der Hund zurück.

Freitag, 13. März 2009

Spielzeuge

als erstes kann ich sagen, dass ich eigentlich immer alles hatte, zum spielen, kaum wünsche. im nachhinein hätte ich mir mehr brettspiele gewünscht, wie man sie heute hat. und es wäre schön gewesen, wenn mit mir jemand elektrische schaltungen gebaut hätte und sie mir erklärt hätte. diese helikopter zum fernsteuern sind auch toll.

wir haben früher immer nur mensch ärger dich nicht gespielt

tja toll fand ich ein magnetangelspiel, mit dem man gebratene hühner aus einem haus angeln konnte, (max-und-moritz).
sehr schön auch ein spiel zur abfrage der verkehrsregeln, bei dem lämpchen geleuchtet haben, wenn man stecker in das richtige antwortsloch gesteckt hat!
auf einer korkpinnwand habe ich ewig sachen mit einem kleinen hammer und nägel draufgenagelt, stricklieschen fand ich auch toll.

ich hatte so eine macke mit panzern, hatte dann auch zwei, einen zum fernsteuern und einen zum aufziehen (sachen zum aufziehen waren sowieso toll, etwa hüpfende blechvögel)
desweiteren noch eine feuerwehr, bei der mann die leiter herausdrehen konnte und ein betonmischfahrzeug auch.

die benzinzapfsäule habe ich aus dem kindergarten mitbekommen, wohl weil ich der einzige wahr, der damit gespielt hat: aufziehen, betanken, repeat.
puppen fand ich gut, wenn sie elektronische bauteile hatten (heulpuppen).

da ich die ersten lebensjahre bei meiner urgrossmutter fast ohne meine mutter verbracht habe und die uroma nur begrenzt bespielbar war, habe ich sehr oft allein gespielt (hatte quasi keine andere wahl, hat mich aber auch nicht gestört). mit ihr zusammen spielte ich sehr häufig steckhalma und maumau, Offiziersskat habe ich damals nicht begriffen

taschenlampen haben mich sehr fasziniert, später auch kasetten-und noch später videorekorder (an den letzteren beiden hauptsächlich die mechanischen teile). eine autorennbahn hatte ich auch, aber wer das kennt, das wird relativ schnell langweilig, weil die wagen eh die selbe höchstgeschwindigkeit haben. für bastelbausätze wie flugzeuge und schiffe hatte ich kein interesse (es ist sehr langweilig, sachen aneinanderzukleben, und dann der blöde leim an den fingern...)

kaufmannsladen habe ich mitgespielt, ich fand auch das spielgeld sehr toll und die miniaturisierten lebensmittel. familie hab ich auch mitgespielt oder wurde von den mädchen zumindest dazu benutzt. als kleines kind war ich ziemlich niedlich (jaja selbstlob , später wars damit vorbei: die hornbrille kam), kinder haben mich gerne für irgendwas benutzt, ich war grenzenlos naiv und hab auch alles gemacht, jedoch ohne grössere eigeninitiative.

ich hatte zwei kleine magneten in hundeform und ich fand es irre komisch sie zusammenzustecken (damals noch ohne hintergedanken)

wie normale jungs mochte ich alle dinge zum schiessen, armbrust, bogen, luftgewehr.

gebastelt hab ich noch nie gerne, naja vielleicht papierflieger. aber sonst zu ungeduldig.

ich hab allerdings gerne bilder ausgeschnitten und zeitungsberichte und diese in ordner eingeklebt. bis mir irgendwann aufging, dass ich nicht alles einfach irgendwo einkleben konnte, sich die kategorisierung mir durch komplexität entzog und manchmal auch durch nichterreichbarkeit (etwa beitragsserien in illustierten). immerhin hab ich den ganzen illustriertenvorrat meiner uroma hemmungslos zerschnipselt, was diese auch tapfer ertrug.

mit bauklötzern habe ich nix anfangen können, meist einfach türme gebaut, bis diese umfielen oder andere reine statikexperimente. mit plastikbausteinen zum stecken habe ich aber schon mal häuser gebaut. stabilbaukasten, egal ob plastik oder metall blieben in der ecke liegen, hab ich noch nicht mal angeschaut.

der computer hat mich relativ spät ereilt, so mit 16, ich habe meine ganze computerspielwut am c-64 ausgelassen und später für pc-spiele nur sparsames interesse.

was ich heute mag sind immer noch magnetspiele (magnetix und co), knobelspielereien und natürlich brettspiele.

noch zum thema sandkasten: burgen hab ich immer nur mit anderen kindern gebaut, hauptsächlich murmelburgen.
wenn ich allein war ging es mir eher darum, möglichst tief zu graben und zu sehen, wann die erde anfängt, bzw. wo der betonboden ist.
ich habe auch dann gern neben dem sandkasten weitergegraben, zum beispiel, pflanzen ausgebuddelt. und wasser in die löcher gekippt zum pampe machen.

Dienstag, 6. Januar 2009

Weihnachten, Sylvester und ein Hund im rosa Kleid


Weihnachten und Sylvester verliefen, dank neuer sozialer Komponente, erfreulich ereignislos. Angelica, die noch nie einen Weihnachtsmarkt gesehen hatte, tingelte jeden Tag über den Striezelmarkt, ein Striezelmarktjunkie. Sie fährt ab auf Bratwurst und Glühwein. Am 24. Dezember ist der Markt verschwunden. "Puff!", ruft sie traurig und wirft die Arme in die luft.
Ja was kann man noch darüber sagen. da ich ja vorher im krankenhaus war, verlief die geschenkesuche in der letzten verbleibenden woche ziemlich hektisch. wir, die angelica und ich kämmten all märkte ab, alle elektroläden (kleiderläden sowieso), das jeden tag, weil ich krankgeschrieben war. ich hatzte schön mit krücken durch die gegend. schön, wie einem die leute da platz machen. und keiner beschwert sich, wenn man ihm die dinger energisch ins schienbein rammt, nein sogar entschuldigt wird sich.
manchmal kam auch der hund mit, im rosa anzug fror sie unter den plastiktischen, wenn mir bratwurst und glühwein zu uns nahmen. und so wurde es spannend bis einschliesslich dem 24. dezember, wo wir den rest einkauften, also den süsskram.
zwischendrin besorgten wir uns noch einen künstlichen weihnachtsbaumstumpf von a, den wir in eine vase stellten und mit blauen lds umwickelten und mit chinesischem schmuck behängten.
ja das weihnachtsfest ist ja immer gleich. angelica konnte nicht viel mitreden und die frau hündin namens yue hat erst mal alles verbellt, was ihr in der elterlichen wohnung zu nahe kam und sich dann wie immer beruhigt und sich von jedem streicheln lassen. sie ist allergisch auf schlüssel und türgeräusche. dann regt sie sich so auf, dass sie auch schon mal ne pfütze macht. ja, geschenke wurden ausgetauscht, auch der mit mühe erworbene herrenhuter stern. und ich bekam alles mögliche, einen pullover, ein mordsboxenset für den pc und eine richtige weihnachtspyramide mit einer holzfrauenkirche drauf. da drehen sich die weihnachtssinger drauf und man kann nur hoffen, dass ihnen nicht schlecht wird. tante war auch zum geburtstag der mum wieder da und diesmal sogar die oma auch. nachdem ganzen hat die angelica geweint und gemeint, aus der hochzeitsfeier würde nix, das will sie nicht, wenn sie keinen versteht. naja, das braucht alles seine zeit.

zu sylvester war es extrem kalt, wir haben mit a. auf mitternacht gewartet und fern geschaut, wobei peinlich auffiel, dass das deutsche fernsehen keine echte eigene sylvestergala hatte. wir mussten uns die französchische auf tv5 anschauen! danach wie letztes jahr richtung theaterplatz, aber, weise gworden, nicht direkt zwischen die besoffenen attentäter sondern etwas daneben richtung landtag. da war es dann auch schön, aber nach 30 min waren wir schon so durchgefroren, dass wir zurückgefahren sind. zu hause wurde dann die heulende yue zu ruhe gebracht und das wars.

Wer auf etwas wartet, wartet darauf, das Zeit vergeht. Wer wartet, das Zeit vergeht, wartet auf den Tod. (aus dem neoliberalen Carpe diem repertoire von woichweissnichther).